25-Millionen-Euro-Projekt für Senioren in Lotte gestartet

Direkt an der Grenze zu Osnabrück-Eversburg entsteht ein neues Zentrum für das Leben im Alter: Die Pro Urban AG hat in Lotte-Büren den Grundstein für ein modernes Seniorenzentrum an der Bergstraße gelegt.

Die Details im Überblick:

  • Das Bauprojekt: Auf dem Areal entstehen 80 vollstationäre Pflegeplätze und 18 barrierefreie Wohnungen für betreutes Wohnen (je ca. 54 m² mit Balkon/Terrasse).

  • Investitionsvolumen: Das Projekt umfasst eine Summe von rund 25 Millionen Euro.

  • Zeitplan: Die Fertigstellung und der Einzug der ersten Bewohner sind für den Sommer 2027 geplant.

  • Besonderheiten: Neben der Pflege durch den Partner Alloheim wird es einen Gemeinschaftsbereich mit einem Café geben, um den Austausch im Ortsteil Büren zu fördern.

  • Info-Abend: Aufgrund der bereits hohen Nachfrage lädt Pro Urban am 25. März um 17:00 Uhr zu einer Projektvorstellung im Gemeindehaus der Friedenskirche (Kirchweg 22) ein.

Quelle: NOZ Printausgabe

OSC übernimmt drei Hortstandorte in Osnabrück

Gute Nachrichten für Eltern in der Dodesheide, Lüstringen und Hellern: Der Osnabrücker Sportclub (OSC) übernimmt zum 1. April die Trägerschaft der drei Horte an den dortigen Grundschulen. Damit ist die Betreuung der Kinder nach der Insolvenz des bisherigen Trägers (IB West gGmbH) langfristig gesichert.

Die Details im Überblick:

  • Betroffene Standorte: Grundschule in der Dodesheide, Waldschule und Bergschule Lüstringen sowie die Grundschule Hellern.

  • Nahtloser Übergang: Der Betrieb der Horte und die Betreuung im Ganztag laufen uneingeschränkt weiter – für Kinder und Eltern ändert sich im Alltag nichts.

  • Sportliche Ausrichtung: Der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann sieht in dem Wechsel eine Chance: Das pädagogische Angebot wird künftig durch die sportliche Expertise des OSC ergänzt.

  • Hintergrund: Die Übernahme wurde notwendig, da sich die IB West gGmbH in einem Eigenverwaltungsverfahren befindet.

  • Statement: OSC-Geschäftsführer Sascha Bartsch dankte für das Vertrauen und hob hervor, dass die schnelle Lösung vor allem durch die juristische Expertise innerhalb des Vereinsvorstands möglich wurde.

Aus für die geplante Umweltspur auf der Iburger Straße

Die Pläne für mehr Platz für Radfahrer und Busse auf der Iburger Straße haben einen herben Dämpfer erhalten: In einer Mitteilungsvorlage erklärt die Stadtverwaltung den Umbau zur Umweltspur für „rechtlich nicht möglich“.

Die Details im Überblick:

  • Die Begründung: Eine Prüfung ergab, dass die Reduzierung der Kfz-Spuren negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die „Leichtigkeit des Verkehrs“ hätte. Aufgrund der hohen Belastung (18.000–20.000 Fahrzeuge täglich) seien massive Staus und Ausweichverkehre in Wohngebiete zu befürchten.

  • Veto von oben: Da die Iburger Straße als Bundesstraße und offizielle Autobahnbedarfsumleitung dient, hat auch die Autobahn GmbH interveniert. Sie pocht auf die uneingeschränkte Leistungsfähigkeit der Strecke für den Fernverkehr.

  • Konflikt mit dem Radentscheid: Der Ausbau war ein Kernanliegen des Radentscheids 2022 und wurde vom Stadtrat im Juli 2025 eigentlich beschlossen. Die jetzige Absage wird als politischer Zündstoff für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 12. März gewertet.

  • Alternative: Statt des großen Umbaus will die Verwaltung nun prüfen, welche kleineren Maßnahmen „im Bestand“ möglich sind, ohne die Fahrspuren grundlegend anzutasten.

Quelle: NOZ Printausgabe

Politik & Mitwirkung: Die Termine der Woche

In dieser Woche stehen wichtige Weichenstellungen und Diskussionsrunden an. Besonders spannend wird es am Donnerstag im Rathaus:

  • Mittwoch, 11. März:

    • 16:00 Uhr (Stadthaus 1): Der Seniorenbeirat tagt öffentlich.

    • 17:00 Uhr (Ratssitzungssaal): Sitzung des Ausschusses für Personal, Chancengleichheit und Digitalisierung. Hier geht es um die Modernisierung der Verwaltung.

    • 19:30 Uhr (Piesberger Gesellschaftshaus): Das Bürgerforum für Atter, Eversburg, Hafen und Pye. Die Gelegenheit für Anwohner im Westen und Norden, ihre Anliegen direkt an die Verwaltung heranzutragen.

  • Donnerstag, 12. März (17:00 Uhr, Ratssitzungssaal):

    • Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU): Das politische Highlight der Woche. Hier kommt das Aus für die Umweltspur an der Iburger Straße auf den Tisch. Es ist mit einer hitzigen Debatte über die Zukunft des Radentscheids zu rechnen.

Wie immer, wird es zu den politischen Sitzungen im Laufe der Woche weitere Informationen geben.

Regionaler Schulterschluss sichert Zukunft des FMO

In einer gemeinsamen Sitzung am Flughafen Münster/Osnabrück haben Vertreter der IHK und regionale Unternehmer ein klares Bekenntnis zum FMO als unverzichtbarem Standortfaktor abgegeben. Besonders die Nachricht über den Erhalt der wichtigen München-Verbindung sorgt für Erleichterung in der Wirtschaft.

Die Details im Überblick:

  • Drehkreuz München gesichert: Durch intensives Engagement der IHK – inklusive Briefen an Bundeskanzler Friedrich Merz – konnte die Lufthansa davon überzeugt werden, die Verbindung FMO–München auch 2026 fortzuführen.

  • Politische Weichenstellung: Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hatte im November 2025 beschlossen, die Luftverkehrskosten zum 1. Juli 2026 zu senken. Dennoch mahnt Anke Schweda (IHK), dass Deutschland im europäischen Vergleich bei den staatlichen Gebühren weiterhin zu teuer sei.

  • Strategische Bedeutung: FMO-Geschäftsführer Andrés Heinemann hob zudem die Rolle des Flughafens als kritische Infrastruktur für die NATO hervor, was zuletzt eine große Verteidigungsübung im Oktober 2025 unterstrichen habe.

  • Energiewende „Plan B“: Dr. Sebastian Bolay (DIHK) stellte die Studie „Plan B“ vor, die einen marktwirtschaftlicheren Ansatz für die Energiewende fordert, um Kosten zu senken und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Nobelpreisträgerin Irina Scherbakowa zu Gast in der Lagerhalle

Am Mittwochabend (11. März) begrüßt Osnabrück eine der bedeutendsten Stimmen der russischen Opposition: Die Historikerin und Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa, stellt ihr neues Buch „Der Schlüssel würde noch passen“ vor.

Die Details im Überblick:

  • Termin: Mittwoch, 11. März 2026, 19:30 Uhr im Saal der Lagerhalle.

  • Hintergrund: Scherbakowa, die seit 2022 im Exil lebt, ist Mitbegründerin von Memorial – der Organisation, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

  • Inhalt: Ausgehend von ihrer alten Moskauer Wohnung zieht sie eine Bilanz zwischen dem politischen Aufbruch der 90er-Jahre und dem Rückfall Russlands in die Diktatur. Sie verwebt dabei ihre Familiengeschichte mit der Aufarbeitung des Stalinismus.

  • Botschaft: Die Autorin betont, dass Frieden in Europa untrennbar mit einem gerechten Frieden für die Ukraine und der Verteidigung demokratischer Werte verbunden ist.

  • Teilnahme: Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird über die Website der VHS Osnabrück empfohlen.

Reply

Avatar

or to participate

Keep Reading