EM-Silber im Eis und Herz für die Technik

Passend zum gestrigen „Internationalen Tag der Frauen in der Wissenschaft“ liefert Lisa Holm, Studentin der Hochschule Osnabrück, den Beweis, dass sich eisige Disziplin und glühende Leidenschaft für Technik perfekt ergänzen. Die 22-Jährige sicherte sich am vergangenen Wochenende den Vize-Europameistertitel im Eisschwimmen.

Frostige Höchstleistung in Italien:

  • Erfolg: Bei der Europameisterschaft im italienischen Moreno holte Lisa Holm am 7. Februar Silber über 1.000 Meter Freistil in ihrer Altersklasse.

  • Hintergrund: Die ehemalige Leistungsschwimmerin des VfL Osnabrück kombiniert für ihren Sport tägliches Training, Eisbaden, Kraftsport und Rennradfahren.

  • Nächster Halt: Ende Februar stehen bereits die Deutschen Meisterschaften im Erzgebirge an, wo sie ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen will.

Maschinenbau mit Fokus auf Nachhaltigkeit: Trotz des harten Trainings absolviert Lisa Holm erfolgreich ihr drittes Semester im Maschinenbau (Vertiefung Energietechnik). Für sie ist Energietechnik der Hebel für echten Klimaschutz. Analytisches Denken aus dem Prototypenbau hilft ihr, die anspruchsvollen Themen wie Thermodynamik zu meistern.

„Lisa Holm setzt ein starkes Zeichen für Leistungsbereitschaft und Zukunftsorientierung“, lobt Prof. Dr. Susanne Düchting, Vizepräsidentin für Chancengerechtigkeit. Sie betont, dass solche Vorbilder entscheidend sind, um Perspektivenvielfalt in technischen Berufen zu fördern.

Startschuss am Fürstenauer Weg – Baumfällarbeiten am Wochenende

Für den geplanten Ausbau des Fürstenauer Wegs rücken am Wochenende die Sägen an. Zwischen Süberweg und Brückenstraße finden vorbereitende Rodungsarbeiten statt, um Platz für die neue Verkehrsführung zu schaffen.

Die Details im Überblick:

  • Termine: Freitag, 13. Februar, und Samstag, 14. Februar 2026. (Ersatztermin: 21. Februar).

  • Der Plan: Die Maßnahmen sind die Vorbereitung für den vom Rat beschlossenen Ausbau. Geplant sind sicherere Radwege, barrierefreie Bushaltestellen und zusätzliche Abbiegespuren, um den Verkehrsfluss im Nordwesten der Stadt zu entzerren.

  • Der Kompromiss: Die Stadt betont, dass die ursprüngliche Planung extra überarbeitet wurde, um den Eingriff in den Baumbestand so gering wie möglich zu halten. Vorhandene Gehölze wurden laut Verwaltung „bestmöglich“ in die neue Planung integriert.

  • Verkehrshinweis: Während der Arbeiten kann es zu kurzfristigen Sperrungen und Behinderungen kommen. Wer kann, sollte den Bereich am Freitag und Samstag weiträumig umfahren.

Demokratie vor der Haustür: Deine Termine für Mitbestimmung

In den kommenden Wochen gibt es gleich mehrere Gelegenheiten, sich aktiv in die Stadtpolitik einzumischen. Ob es um die Interessen der Kleinsten geht oder um ganz konkrete Probleme im eigenen Viertel – hier sind die Termine, die du kennen solltest:

Beirat für Kinderinteressen: Fokus auf Prävention und Armut
Wer wissen möchte, wie es um die Lebensbedingungen von Kindern in Osnabrück steht, sollte diesen Termin im Blick haben.

  • Wann: Dienstag, 24. Februar, 18:00 bis 20:00 Uhr.

  • Wo: Stadthaus 1 (Natruper-Tor-Wall 2), Raum 717/718.

  • Themen: Aktuelle Jugendstudien, der Sachstand zum Ratsantrag Kinderarmut und die Arbeit der Präventionsketten in unserer Stadt. Die Sitzung ist öffentlich.

Bürgerforum Ost (Schinkel, Gartlage & Co.): Digitaler Austausch
Für die Stadtteile Schinkel, Schinkel-Ost, Gartlage und Widukindland geht es digital zur Sache.

  • Wann: Mittwoch, 25. Februar, 19.30 Uhr (Online-Sitzung).

  • Highlights der Tagesordnung:

    • Verkehr: Tempo 30 in der Schützenstraße und im Gretescher Weg, Gefährdung durch Missachtung des Fußgängerwegs in der Mönterstraße.

    • Infrastruktur: Schäden durch E-Busse, Glasfaserausbau und die Wärmeplanung.

    • Dauerbrenner: Der aktuelle Stand zur Rattenproblematik und die Sanierung im Schinkel.

  • Link: Die Zugangsdaten werden rechtzeitig auf osnabrueck.de/buergerforen veröffentlicht.

Bürgerforum West/Nord (Atter, Eversburg, Hafen, Pye): Jetzt Themen setzen!
Die nächste Sitzung findet zwar erst im März statt, aber wer mitbestimmen will, muss jetzt handeln.

  • Wann: Mittwoch, 11. März, 19.30 Uhr.

  • Wo: Piesberger Gesellschaftshaus.

  • Wichtig: Eigene Themen und Anträge können nur noch bis zum 18. Februar online angemeldet werden. Nutzt die Chance, eure Anliegen auf die Agenda zu setzen!

Smart City 2.0 – Gestalte dein digitales Osnabrück!

Wie soll das Osnabrück von morgen aussehen? Welche digitalen Tools würden deinen Alltag wirklich erleichtern? Die Stadt Osnabrück will es genau wissen und startet eine neue große Bürgerbefragung zur Smart City.

So kannst du mitmachen:

  • Post im Briefkasten: In den nächsten Tagen erhalten 2.000 zufällig ausgewählte Osnabrücker ein offizielles Anschreiben. Per QR-Code oder kostenloser Antwortkarte geht es direkt zur Umfrage.

  • Offen für alle: Du hast keine Post bekommen? Kein Problem! Jede Osnabrückerin und jeder Osnabrücker kann seine Ideen auch ohne Einladung online einreichen unter: www.smart-city-os.de/umfrage.

Was passiert mit deiner Idee? Die Teilnahme ist anonym. Alle Vorschläge werden auf ihre Machbarkeit geprüft, mit Interessenvertretern diskutiert und – bei Erfolg – als konkrete Projekte umgesetzt. Dass das funktioniert, zeigen die Ergebnisse der ersten Befragung von 2022: Daraus entstanden bereits die neue Osnabrück-App, 14 kostenlose Digital-Treffs in den Stadtteilen und die neue Online-Beteiligungsplattform. Das Projekt wird mit 3,45 Millionen Euro vom Bund gefördert.

Grenzenloses Surfen – Stadt und Uni verschmelzen ihre WLAN-Netze

Gute Nachrichten für alle digitalen Nomaden, Studierende und City-Bummler: Die Stadt und die Universität Osnabrück machen beim Thema Internet jetzt gemeinsame Sache. Die beiden WLAN-Netze „OSNA Hot Spot“ und „eduroam“ werden miteinander verzahnt, was die Abdeckung in der Innenstadt massiv erhöht.

Was ändert sich für dich?

  • Für Studierende & Uni-Mitarbeitende: Euer bekanntes „eduroam“-WLAN ist ab sofort an allen 22 städtischen Hotspots (z. B. Nikolaiort, Domhof, Neumarkt) empfangbar. Das Beste: Eure Geräte wählen sich automatisch ein – ganz ohne nervige Anmeldeseite.

  • Für Bürger & Besucher: Der kostenlose „OSNA Hot Spot“ der Stadt wandert im Gegenzug auf das Gelände der Universität. Künftig könnt ihr also auch vor den Bibliotheken und Mensen in der Innenstadt und am Westerberg das freie städtische WLAN nutzen. Einfach Nutzungsbedingungen akzeptieren und lossurfen.

Ein voller Erfolg: Dass der Bedarf riesig ist, zeigt die Testphase seit dem Herbst: Die Nutzerzahlen haben sich bereits mehr als verdreifacht! Mittlerweile nutzen bis zu 92.000 Menschen pro Monat das kostenlose Angebot.

Hintergrund-Information: eduroam ist ein Netzwerk, das vor allem Studierenden bekannt ist. Studierende erhalten Zugang zu eduroam und können so an Universitäten in über 100 Ländern das WLAN nutzen. Ich persönlich hatte sogar eduroam-WLAN auf einem Friedhof in Schottland, direkt vor dem Grab von “Tom Riddle”.

Nach Kita-Aus – Wie geht es mit dem Internationalen Bund (IB) in Osnabrück weiter?

Die Nachricht von der vorzeitigen Schließung der Kita Lüttenhütt in Hellern in diesem Sommer hat viele Eltern schockiert. Doch hinter der drohenden Insolvenz des Trägers „Internationaler Bund (IB) West gGmbH“ steht noch viel mehr: Der IB ist einer der zentralen Akteure in der Osnabrücker Kinder- und Jugendhilfe. Die NOZ hat hier einmal genauer nachgefragt, welche Folgen die Insolvenz haben könnte.

Der aktuelle Stand der Insolvenz: Seit Februar befindet sich der IB West in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das bedeutet, die Geschäftsführung bleibt im Amt und erarbeitet unter Aufsicht eines Sachwalters einen Sanierungsplan. Grund für die Schieflage sind massiv gestiegene Kosten bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kommunen.

Was in Osnabrück auf dem Spiel steht: Der IB beschäftigt in der Region rund 156 Mitarbeitende und betreibt zahlreiche unverzichtbare Angebote:

  • Schulen: Drei Grundschulhorte (Dodesheide, Lüstringen, Hellern) und Schulsozialarbeit an vier Schulen.

  • Notfallhilfe: Suche und Begleitung von Bereitschaftspflegefamilien für Babys und Kleinkinder in Notsituationen.

  • Krisenhilfe: Ambulante Hilfen zur Erziehung für Familien in Krisen sowie ein Kinder- und Jugendnotdienst.

  • Spezialangebote: Eine Wohngruppe für junge Erwachsene mit dem fetalen Alkoholsyndrom (FASD) sowie Sprachkurse.

Wie reagiert die Stadt? Das Ziel von Stadt und Träger ist klar: Alle Angebote sollen uneingeschränkt fortgeführt werden – entweder weiterhin durch den IB oder durch neue Träger. Für die Bereiche Schulsozialarbeit und Erziehungshilfe laufen laut IB bereits „sehr vielversprechende Gespräche“.

Warum schließt die Kita Lüttenhütt trotzdem? Hier wird es keinen neuen Träger geben. Die Stadt nennt drei Gründe für das endgültige Aus in diesem Sommer:

  1. Gebäudezustand: Die Container-Substanz erlaubt keinen dauerhaften Betrieb.

  2. Mangelnde Perspektive: Da die Schließung ohnehin für 2028 geplant war, findet sich kein Personal für eine zweijährige Übergangslösung.

  3. Elternwille: Im aktuellen Anmeldeverfahren gab es lediglich für ein einziges Kind eine Anmeldung als Erstwunsch für diese Kita.

Quelle: NOZ Printausgabe

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