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Status Quo: Der Osnabrücker Verpackungsstreit
Der Stadtrat hat die Einführung einer Steuer auf Einwegverpackungen nach Tübinger Vorbild beschlossen (ca. 50 Cent pro Becher/Schale, 20 Cent für Besteck). Während die Verwaltung am Konzept feilt, fliegen politisch und wirtschaftlich die Fetzen.
Die drei Perspektiven im Überblick
Lager | Hauptargumente | Sorgen / Forderungen |
Wirtschaft (IHK & Gastronomie) | „Zur Unzeit“: Branche kämpft mit Inflation & Kosten. Steuer sorgt für massive Preissprünge (bis zu +48%). | Wettbewerbsnachteil: Kunden könnten ins Umland (Belm/Melle) abwandern. Hoher bürokratischer Aufwand. |
Opposition (CDU) | „Umerziehungssteuer“: Belastung für Mittelstand. Zweifel am ökologischen Nutzen. | Haushaltsloch: Vermutung, dass die Steuer nur das Stadtbudget (z.B. Kita-Plätze) sanieren soll. |
Mehrheitsgruppe (Grüne/SPD/Volt) | „Verursacherprinzip“: Wer Müll macht, zahlt. Stadt leidet unter Müllkosten, die bisher die Allgemeinheit trägt. | Lenkungswirkung: Mehrweg soll attraktiver werden. Sauberere Stadt steigert die Lebensqualität für alle. |
Die Kritikpunkte im Detail
Bürokratie-Monster: Die IHK und Händler wie Rewe-Betreiber Wehling kritisieren, dass Abrechnung und Nachweispflichten wertvolle Personalzeit fressen.
Wirkungslosigkeit: Systemgastronomen (z.B. McDonald's) berichten aus Städten wie Tübingen, dass die Steuer dort bisher kaum zu einer höheren Mehrweg-Quote geführt habe.
Das „Tupper-Problem“: Bäcker und Imbissbetreiber (z.B. Drehspieß) sehen hygienische und praktische Hürden (z.B. Abwiegen beim Mitbringen eigener Dosen).
Ein Mitnahmekaffee könnte bis zu 83 Cent teurer werden.
Die Gegenposition der Befürworter
Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Volt lässt die Kritik nicht gelten:
Erfolgsbeispiele: In Konstanz habe die Steuer die Müllmenge binnen neun Monaten um 14 Tonnen reduziert.
Gerechtigkeit: Es sei nicht fair, dass alle Bürger für die Entsorgung von weggeworfenen Pizzakartons und Bechern zahlen, während die Verursacher keinen Beitrag leisten.
Wahlfreiheit: Wer Mehrweg nutzt, spart die Steuer komplett. Die Betriebe seien zudem nicht gezwungen, die Steuer 1:1 an die Kunden weiterzugeben (was die Opposition als „blanken Hohn“ bezeichnet).
Fazit: Die Fronten sind verhärtet. Während die Wirtschaft vor einer „ausgestorbenen“ Innenstadt und Abwanderung warnt, sieht die Politik darin den nötigen Hebel für eine nachhaltige „Friedensstadt“. Das letzte Wort wird vermutlich erst im Herbst fallen, wenn der Rat das finale Konzept der Verwaltung bewertet.
Millionen-Spritze für den ÖPNV – Neumarkt profitiert massiv

Das Land Niedersachsen hat das ÖPNV-Jahresförderungsprogramm 2026 vorgestellt. Insgesamt fließen rund 110 Millionen Euro in über 900 Projekte landesweit. Die gute Nachricht für uns: Die Region Osnabrück ist ein klarer Schwerpunkt der Förderung. Von den insgesamt 5 Millionen Euro für unsere Region entfallen die größten Brocken auf:
Neumarkt-Ausbau: Knapp 3 Millionen Euro fließen direkt in die Stadt Osnabrück für den Ausbau des zentralen Busknotenpunktes am Neumarkt. Das Ziel: Mehr Komfort und bessere Abläufe am Herzstück unseres Busnetzes.
Barrierefreiheit in der Region: Auch das Umland wird bedacht. Kleinere Summen für den Aus- oder Neubau von Haltestellen gehen unter anderem nach Quakenbrück und Spelle.
Was passiert im Rest des Landes?
Neue Busse: Rund 41 Millionen Euro sind für die Anschaffung von mehr als 300 neuen Bussen reserviert.
Barrierefreiheit: Über 500 Bushaltestellen in ganz Niedersachsen werden für rund 26 Millionen Euro behindertengerecht umgebaut.
Echtzeit-Infos: Investiert wird zudem in digitale Systeme, damit Pendler künftig noch genauer wissen, wann ihr Bus wirklich kommt.
Anmeldung für Osterfeuer startet – Frist bis 20. März
Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, aber die Stadt Osnabrück blickt bereits auf das Osterwochenende am 5. und 6. April 2026. Damit die Tradition der Osterfeuer sicher und geordnet abläuft, erinnert die Verwaltung an die strengen Anmeldefristen und Sicherheitsregeln.
Die wichtigsten Fakten für Veranstalter:
Anmeldefrist: Anträge müssen bis spätestens 20. März eingereicht werden – am einfachsten digital über das Serviceportal service.osnabrueck.de.
Wo ist es erlaubt? Osterfeuer sind in der Innenstadt, in bebauten Ortsteilen sowie in Kleingartenanlagen grundsätzlich verboten. In allen anderen Bereichen ist eine Genehmigung Pflicht.
Öffentlicher Charakter: Ein privates Feuer im Garten gibt es nicht – Osterfeuer müssen öffentlich zugänglich sein und vorab angekündigt werden.
Tierschutz-Pflicht: Das Brennmaterial (nur Gehölz- und Strauchschnitt!) muss zwingend einen Tag vor dem Entzünden vollständig umgeschichtet werden, um Tiere wie Igel oder Vögel zu schützen.
Auf www.osnabrueck.de/osterfeuer findest du eine interaktive Stadtkarte. Dort kannst du mit einem Klick prüfen, ob dein geplanter Standort in einem Verbotsgebiet liegt oder grundsätzlich genehmigungsfähig ist.
Ohne Bindung keine Bildung – Großes Treffen der Kita-Profis
Mehr als 350 pädagogische Fachkräfte aus städtischen Kitas und vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung kamen in der Aula des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums zusammen. Das Thema des Fachtags: „Das Kinderrecht auf Bildung“.
Die Kernbotschaften für den Kita-Alltag:
Weniger ist MEHR: Prof. Dr. Malte Mienert plädierte in seinem Vortrag für mehr Spaß und Leichtigkeit. Sein radikaler Vorschlag: Stress und starre Rituale reduzieren, um Zeit für echte Kommunikation und Spiel zu gewinnen.
Die 5-Minuten-Regel: Pädagogen sollten versuchen, jedem Kind täglich mindestens fünf Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Sein Leitsatz: „Ohne Bindung erreichen Sie keine Bildung!“
Medienkompetenz ab 3 Jahren: Selma Brand (Blickwechsel e. V.) betonte, dass digitale Medien längst zur Lebenswelt von Kindern gehören. In der Kita gehe es nicht um Konsum, sondern um das kreative Kennenlernen und den Austausch darüber.
Warum das wichtig ist: Kerstin Schlüter (Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien) stellte klar, dass Kitas keine reinen Betreuungsorte sind, sondern Bildungseinrichtungen. Der Fokus liegt konsequent auf den Bedürfnissen und Rechten der Kinder, um sie auf eine sich ständig wandelnde Gesellschaft vorzubereiten.
„Hütte Rockt“ macht den Sack zu – Line-up 2026 komplett!
Gute Nachrichten für alle, die im August gerne unter freiem Himmel feiern: Das Hütte Rockt Festival in Georgsmarienhütte hat sein Programm für diesen Sommer finalisiert. Mit der Bestätigung der Punk-Band „Das Lumpenpack“ steht nun auch der letzte Headliner fest.
Das erwartet euch vom 6. bis 8. August:
Internationaler Flair: Insgesamt 43 Bands und Acts werden auf den Bühnen stehen. Neben lokalen Größen sind Musiker aus Brasilien, Australien und Großbritannien dabei.
Ticket-Alarm: Wer dabei sein will, sollte sich beeilen! Laut Veranstalter laufen die Verkäufe auf Rekordkurs. Es ist gut möglich, dass das Festival erstmals komplett im Vorverkauf ausverkauft sein wird – eine Abendkasse gäbe es dann nicht.
Familienzeit: Auch für den Nachwuchs ist gesorgt – der beliebte „Hütte Rockt Kids“-Tag ist wieder fester Bestandteil des Programms.
Sprechende Geister? Kunst im Stadtraum neu entdecken
Ist dir schon mal aufgefallen, wie viele Kunstwerke wir im Alltag einfach „übersehen“? Die Kunsthalle Osnabrück möchte das ändern und lädt am Samstag, den 21. Februar, zum Thementag „Stille Monumente, sprechende Geister“ ein.
Das Highlight: Wenn die Sammlung spricht. Studierende der Universität Osnabrück haben sich ein Semester lang intensiv mit der Kunst im öffentlichen Raum beschäftigt. Das Ergebnis sind 18 Audioimpulse, die den Skulpturen und Monumenten unserer Stadt eine völlig neue Stimme verleihen.
Wie funktioniert’s? Achte ab sofort auf die gelben Schilder an Kunstwerken in der Stadt oder besuche die Sammlungs-Website der Kunsthalle. Per Smartphone kannst du dir die Audiobeiträge direkt vor Ort anhören.
Der Thementag: Am 21.02. präsentieren die Studierenden ihr Projekt um 14:00 Uhr in der Kunsthalle. Wenn du bei der Präsentation dabei sein möchtest, musst du dich bis zum kommenden Sonntag (15.02.)anmelden!