Neue Hausarztpraxis Dr. Pourahmadi öffnet in der City
Nach einem Jahr Leerstand kehrt wieder Leben in die Praxisräume in der Hakenstraße 20 (direkt über dem Comic Planet) ein. Seit Januar 2026 empfängt Dr. Reza Pourahmadi dort seine Patientinnen und Patienten in frisch renovierten, hellen Räumlichkeiten.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Zweisprachigkeit: Dr. Pourahmadi und seine Frau (eine ausgebildete Zahnärztin) sprechen fließend Deutsch und Persisch. Damit schließt die Praxis eine wichtige Lücke für die persischsprachige Community in der Region.
Moderne Ausstattung: Die Praxis im 2. OG ist barrierefrei per Fahrstuhl erreichbar und verfügt über zwei Behandlungszimmer, Ultraschall, EKG sowie ein eigenes Labor für Blutuntersuchungen und Impfungen.
Service & Erreichbarkeit: Neben der klassischen Sprechstunde bietet Dr. Pourahmadi auch Hausbesuche in der Innenstadt an.
Termine digital: Wer keine Lust auf Warteschleifen am Telefon hat, kann Termine ganz modern über Doctolib buchen. Alternativ ist die Praxis telefonisch unter
0541 97769646erreichbar.
Schlag gegen Menschenhandel – Razzia in Osnabrück, Bramsche und Bad Bentheim

In einer groß angelegten Aktion haben die Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft Bochum am Donnerstag insgesamt 16 Wohnungen, Massagesalons und Stundenhotels durchsucht. Der Vorwurf: Gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern und Menschenhandel zum Zweck der Prostitution.
Die Fakten zum Einsatz:
Regionale Schwerpunkte: In Niedersachsen standen Räumlichkeiten in Osnabrück, Bramsche und Bad Bentheim im Visier der Ermittler. Der Hauptschwerpunkt der Aktion lag jedoch in Nordrhein-Westfalen (u.a. in Rheine und im Ruhrgebiet).
Die Opfer: Die Beamten trafen auf sechs geschädigte Frauen mit chinesischer Staatsangehörigkeit, darunter eine 48-Jährige aus Bad Bentheim. Sie sollen von der Bande nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen worden sein.
Die Tatverdächtigen: Insgesamt wird gegen elf Personen ermittelt. Drei Haftbefehle wurden bereits vollstreckt. Die 59-jährige Hauptbeschuldigte (chinesische Staatsangehörigkeit) sitzt bereits in Untersuchungshaft.
Wahlkampf-Turbo – Die “City-Krise” wird zum Top-Thema

Der aktuelle Handelsmonitor 2025 schlägt Wellen wie selten zuvor. Die Zahlen sind deutlich: 68 leerstehende Erdgeschossflächen (eine Quote von 9 %) im Stadtzentrum. Besonders schmerzhaft: Prominente Lücken wie das ehemalige La Vie, Leysieffer oder Zweirad Röwer prägen das Bild.
Warum das jetzt plötzlich alle diskutieren:
SPD & Grüne im Doppelpack: Innerhalb von nur 48 Stunden veranstalten beide Parteien große Diskussionsrunden. Es geht um die Frage: Rutscht unsere City in eine echte Krise oder ist das der normale Strukturwandel?
Die "Alferink-Vision" (SPD): Oberbürgermeister-Kandidat Robert Alferink fordert eine "Generalüberholung". Seine Ideen: Mehr Bäume, neue Pflasterung in der Großen Straße und Plätze zum Verweilen, an denen man mal nichts kaufen muss.
Die "Zuhör-Kampagne" (Grüne): Sie setzen auf Expertenwissen und schauen, was andere Städte besser machen, um Schlemmen, Shoppen und "Chillen" zu vereinen.
Neubau am Berliner Platz – Fachärzte und Wohnraum ab Sommer
Direkt an der Flanke zum Hannoverschen Bahnhof, am Wittekindplatz 8, ist der fünfstöckige Neubau fast fertig. Während andere Großprojekte in der Stadt auf Eis liegen, ziehen hier schon in wenigen Monaten die ersten Mieter ein.
Wer zieht ein?
Medizinisches Zentrum: Das Erdgeschoss wird das neue Zuhause für das Augenzentrum Bad Rothenfelde, das von der Lortzingstraße hierher umzieht. Im ersten Obergeschoss eröffnet zudem eine Praxis für Mund- und Kieferchirurgie.
Wohnen mit Aussicht: Ab September 2026 startet die Vermietung der 15 Wohnungen sowie eines Penthouses (60 bis 80 Quadratmeter).
Architektur mit Köpfchen: Das Gebäude springt an der Ecke etwas zurück – ein bewusster Kniff, um die Sichtachse auf den historischen Bahnhof zu erhalten.
Der größere Rahmen am Berliner Platz: Der Neubau ist nur der Anfang. Laut „Masterplan Innenstadt“ soll der Berliner Platz zum „Hochpunkt“ werden:
Der 11-Etagen-Tower: An der Ecke Goethering/Wittekindstraße soll bis Juni 2029 ein spektakulärer Wohnturm entstehen.
Die Schattenseite: Nicht alles glänzt. Die Pläne der städtischen OPG für ein Parkhaus sowie ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus liegen weiterhin in der Schublade – die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind hier noch zu schwierig.
Kultur-Ticker: Eingeschränkter Betrieb am 25. Februar aufgrund von Fortbildungen

Damit du nicht vor verschlossenen Türen stehst, hier die wichtigsten Änderungen für den kommenden Mittwoch:
Museumsquartier Osnabrück: Bleibt den ganzen Tag geschlossen. Wer also die aktuellen Ausstellungen sehen möchte, sollte auf Dienstag oder Donnerstag ausweichen.
Stadtbibliothek: Vormittags bleibt die Tür zu. Erst ab 15:00 Uhr kannst du wieder stöbern und ausleihen.
Bücherbus: Der Fahrplan ist stark reduziert. Er bedient nur von 16:00 bis 18:00 Uhr die Haltestelle Strothmannsweg in Gretesch. Alle anderen Haltestellen entfallen an diesem Tag.
Kulturverwaltung: Das Vorzimmer des Fachbereichs Kultur, das Büro für Friedenskultur und die Archäologische Denkmalpflege sind ebenfalls erst ab 15:00 Uhr erreichbar.
Wichtiger Hinweis zur Kunsthalle: Unabhängig von der Fortbildung geht die Kunsthalle Osnabrück in eine längere Pause. Wegen Umbauarbeiten für die neue Ausstellung „Homegrown“ bleibt sie von Montag, 23. Februar, bis Freitag, 13. März, komplett geschlossen. Markiert euch schon mal den 13. März für die feierliche Eröffnung!
40-Millionen-Euro-Rechnung für die Burg Bentheim
Was im vergangenen April mit einer herausgebrochenen Mauer begann, hat sich zu einem baulichen Albtraum ausgewachsen. Neue Gutachten zeigen: Die Schäden an der über 1.000 Jahre alten Burg sind weitaus schwerwiegender als gedacht. Das imposante Denkmal ist in weiten Teilen akut einsturzgefährdet.
Die nackten Zahlen des Desasters:
Bedarf: Rund 40 Millionen Euro werden für die Sanierung veranschlagt.
Verfügbar: Aktuell stehen lediglich 1,3 Millionen Euro bereit (davon 500.000 € von der Stadt Bad Bentheim).
Finanzlücke: Es klafft ein Loch von fast 39 Millionen Euro, das weder das Fürstenhaus noch die Stadt allein stopfen können.
Ein herber Schlag für die Region:
Tourismus-Stopp: Die Burg ist für Besucher gesperrt. An Wochenenden fehlen dadurch bis zu 2.000 Gäste in der Stadt.
Hochzeits-Aus: Die romantische Kulisse fällt für die gesamte Saison 2026 aus – ein herber Verlust für Paare und die lokale Gastronomie.
Geheimtipp: Einzig die Gastronomie hinter dem ersten Burgtor hat weiterhin geöffnet, was aber bisher zu wenige Besucher wissen.
Gibt es Hoffnung auf eine Reparatur? Die Betreiber arbeiten unter Hochdruck an einer Teilöffnung. Das Nadelöhr ist das zweite Burgtor, das aktuell provisorisch gesichert ist. Wenn hier in den nächsten Monaten eine dauerhafte Sicherheitslösung gefunden wird, könnten zumindest der Innenhof und die Haupträume im Sommer wieder zugänglich sein.