
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt: Was am 19.2. besprochen wird
Die grüne Transformation: Eibenweg, Eschenweg und Lange Straße
Dodesheide (Eibenweg/Eschenweg): Hier wird nicht nur asphaltiert. Im Rahmen einer Deckensanierung entstehen neun High-Tech-Pflanzbeete. Die Besonderheit: Das Regenwasser der Straße wird direkt in die Beete geleitet (Schwammstadt-Prinzip). Das kühlt die Umgebung und spart Gießkosten. Investition: 81.000 €, wobei die Stadt auf 90 % KfW-Förderung hofft. Bauzeit: April bis August 2026.
Wüste (Lange Straße): Hier geht es um 230 Meter „Klimaresilienz“. Da die personellen Ressourcen im Rathaus knapp sind, wird ein vereinfachtes Verfahren vorgeschlagen: keine endlosen Variantenprüfungen, sondern direkt rein in die Bürgerbeteiligung. Der Clou: Parkplätze werden in Baumscheiben umgewandelt, aber das Parken wird teilweise auf die Fahrbahn verlagert, um den Verkehr gleichzeitig zu bremsen.
Digitaler Durchblick: QR-Codes und Baustellen-Portal
Der QR-Code-Antrag (FDP/UWG): Wer kennt es nicht? Man steht vor einer Absperrung und weiß nicht, wie lange das noch dauert. Künftig sollen QR-Codes auf den Schildern direkt zum Geodatenportal führen. Dort soll es dann Live-Updates zu Baufortschritten oder Verzögerungen geben.
Neues Baustellenportal: Die Stadt präsentiert die Neuentwicklung ihres Online-Systems. Es ist jetzt mobil-optimiert und zeigt Baumaßnahmen mit einem Vorschau-Horizont von 18 Monaten an. Bei 25.000 Aufrufen im Jahr ist das eines der meistgenutzten digitalen Tools der Stadt.
Vernetztes Osnabrück: WLAN-Bilanz und Kooperation
OSNA Hot Spot: In der Innenstadt funken 58 Hochleistungs-Antennen. Die Kosten liegen bei jährlich ca. 63.400 €.
Der Uni-Deal: Seit Herbst läuft eine Testphase mit der Universität. Das Ergebnis: Die Nutzerzahlen haben sich durch die gegenseitige Nutzung von Stadt-WLAN und Uni-WLAN (Eduroam) fast verdreifacht! Bis März 2027 ist die Finanzierung durch Fördergelder gesichert, danach muss der Rat entscheiden, ob er das Geld selbst in die Hand nimmt.
Das Erbe der „Grünen Finger“: 100 Jahre Geschichte
Das Jubiläum: Osnabrücks Grüne Finger werden 100! Das Programmheft für 2026 ist prall gefüllt: Von Kürbisschnitzen mit dem Kulturbehälter e.V. über Wanderungen des Vereins für Baukultur bis hin zur Kulturnacht mit Naturbezug.
Die Charta: Die Verwaltung finalisiert gerade eine politische Selbstverpflichtung zum Schutz der Grünen Finger. Im Mai findet dazu ein großes Dialogforum im „World Café“-Stil statt, im Sommer folgt der offizielle Festakt.
Hitze-Schutz & Mobilität
Klimaoase Nikolaiort: Ab Juni 2026 soll ein mobiles Schatten-Möbel den Nikolaiort kühlen. Das Projekt wird zusammen mit der Jugendwerkstatt Dammstraße gebaut. Ein lokaler Holzlieferant spendet sogar Material. Standdauer: Juni bis Oktober 2026.
Mobiles Radparken: Die Stadt hat klappbare Reihenbügel für Großevents getestet. Weil das so gut klappte (z.B. beim VFL-Parken am Bahndamm), wird der Bestand 2026 moderat aufgestockt.
Die soziale Frage: Vorkaufsrechte und Wohnungspolitik
Die Linke hakt nach: Mit einer detaillierten Anfrage fordert die Fraktion Transparenz über die Jahre 2022-2025. Sie wollen wissen, wie oft die Stadt ihr Vorkaufsrecht genutzt hat, um Spekulationen zu verhindern und mieterfreundliche Lösungen durchzusetzen. Die Antwort der Verwaltung wird mit Spannung erwartet.
Kultur & Karriere in Osnabrück im Februar und März

Kultur: Jazz49 – Der Osnabrücker Konzertfrühling wird international
Die Jazz Initiative Osnabrück e.V. macht ernst mit ihrem Ziel, die Hasestadt als internationalen Jazzstandort zu etablieren. Vom 13. bis 15. März 2026 verwandelt sich das Blue Note beim Jazz49 Festival in einen Schmelztiegel für Improvisation und Rhythmus.
Das Programm-Highlight:
Freitag (13.03.): Den Auftakt macht der US-Star-Pianist Aaron Parks. Mit dabei sind außerdem die Sängerin Enji und die Formation Re:Calamari. (Einlass 17:30, Beginn 19:00 Uhr).
Samstag (14.03.): Erst wird geredet, dann gespielt. Um 17:00 Uhr startet das Podiumsgespräch „Jazz zur Sprache gebracht“. Um 20:00 Uhr übernimmt der dänische Jazz-Gitarrist Jakob Bro die Bühne.
Sonntag (15.03.): Zum Abschluss spielt die Formation Hilde (Einlass 10:00, Beginn 11:30 Uhr).
Tickets & Preise: Ein Festivalticket kostet 89 €. Wer nur reinschnuppern will: Tagestickets gibt es für 49 € (Fr), 35 € (Sa) und 25 € (So). Studierende und Mitglieder von Jazz49 bekommen Rabatte.
Karriere: „Karriere Kick“ – Speed-Dating am Kickertisch
Vergiss steife Vorstellungsgespräche! Am Mittwoch, den 25. Februar 2026, findet in Osnabrück der 5. Karriere Kick statt (09:00 – 15:30 Uhr). Das Konzept ist so simpel wie genial: Jugendliche und Ausbildungsbetriebe treffen sich auf Augenhöhe – und zwar beim Tischfußball.
Der Modus: In jeder Runde werden Schüler und Unternehmensvertreter einander zugelost. Während der Ball rollt, bricht das Eis fast von allein, und man lernt sich menschlich kennen, bevor es an die harten Fakten geht.
Für wen? Die Messe richtet sich an Schüler, Lehrkräfte und Betriebe, die keine Lust mehr auf klassische Azubi-Messen haben.
Anmeldung: Die Plätze sind begehrt und begrenzt. Wer dabei sein will (ob als Aussteller oder Teilnehmer), sollte sich fix über die Webseite registrieren.
Bauturbo & Fußball-Fieber – Der IHK-Check im Emsland

Der IHK-Regionalausschuss Landkreis Emsland hat getagt und dabei deutlich gemacht: Wenn die Wirtschaft investieren soll, muss die Verwaltung schneller werden.
Die wichtigsten Punkte der Sitzung:
Der „Bauturbo“ kommt (langsam): Kreisbaurat Dr. Michael Kiehl stellte neue Effizienzstrategien vor. Neben dem digitalen Bauamt und frühen Antragskonferenzen soll der bundesweite „Bauturbo“ Verfahren beschleunigen.
Die Ernüchterung: Kiehl dämpfte die Erwartungen – das größte Problem im Emsland sei aktuell weniger die Bürokratie, sondern die Finanzierbarkeit von Bauvorhaben. Sein Rat: Standards hinterfragen und seriell bauen, um Kosten zu drücken.
Rückenwind für Windkraft: Im Bereich der erneuerbaren Energien ist das Emsland Musterschüler. Das gesetzliche Flächenziel für Windenergie wurde bereits erreicht, und die Genehmigungsverfahren laufen laut IHK aktuell „verlässlich und zügig“.
SV Meppen als Wirtschaftsmotor: Dass Fußball mehr als nur ein Hobby ist, rechnete Geschäftsführer Florian Egbers vor. Heimspiele sind massive Wertschöpfungstreiber für die lokale Gastronomie, Hotellerie und den Einzelhandel. Zudem nutzen Firmen die Vereine zunehmend als Plattform zur Fachkräftesicherung – Sport verbindet Unternehmen mit jungen Talenten.
Blick auf die Kommunalwahl 2026: Der Ausschuss beriet bereits über die kommunalpolitischen Positionen der IHK für das Wahljahr. Die Botschaft: Klare Zuständigkeiten und digitale Prozesse müssen ganz oben auf die Agenda.
Deine Stadt, dein Zuhause – Osnabrück plant das Wohnen der Zukunft

Die Stadt Osnabrück startet einen großen Beteiligungsprozess für das neue „Handlungsprogramm Wohnraum“. Ziel ist es, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu planen, sondern gemeinsam mit Bürgern, Politik und Bauwirtschaft zukunftssichere Lösungen für den Wohnungsmarkt zu finden.
So kannst du mitmischen:
Info-Abend für alle: Am Dienstag, 24. März 2026, findet um 17:00 Uhr im Saal der Volkshochschule (Bergstraße) eine zentrale Informationsveranstaltung statt. Hier werden bisherige Planungen vorgestellt und du kannst direkt Feedback geben.
Digitaler Dialog: Wer es nicht zur VHS schafft, kann seine Ideen bequem vom Sofa aus über das Portal dialog.osnabrueck.de einreichen.
Frist: Du hast bis zum 31. März 2026 Zeit, dich einzubringen. Danach wandern die Ergebnisse zur Beratung in den Rat.
P&C baut um – Männer nach oben, Frauen nach unten

Das Traditionshaus am Nikolaiort hat am 16. Februar mit einem umfassenden Umbau begonnen. Bis Ende März soll alles fertig sein. Wer künftig durch die Türen tritt, wird sich erst einmal neu orientieren müssen, denn das bisherige Konzept der „Mischflächen“ ist Geschichte.
Das ändert sich konkret:
Etagen-Anpassungen: Das Erdgeschoss gehört künftig komplett der Damenmode (inklusive der „Modern Trend“-Abteilung für Jüngere). Die Herrenabteilung zieht gesammelt in die erste Etage um und wird dort deutlich vergrößert – vor allem bei Outdoor-Mode und Hosen.
Tschüss, dunkles Holz: Der Look wird radikal modernisiert. Die schweren, dunklen Holzelemente fliegen raus und machen Platz für helle Weiß- und Beigetöne. Ziel: Ein offeneres, freundlicheres Ambiente.
Shop-in-Shop & Markenmix: Es entstehen neue „Original-Shops“ (z. B. Boss Orange, Betty Barclay), die ihre Flächen eigenständig gestalten. Zudem werden die günstigeren Eigenmarken prominenter platziert, um die Preisvielfalt des Hauses zu betonen.
Wichtig für Kunden: Der Laden bleibt während der gesamten Bauphase geöffnet. Gearbeitet wird abschnittsweise, sodass du weiterhin shoppen kannst, während im Hintergrund die Tapeten gewechselt werden.