Osnabrücker Studie untersucht Sicht von Kindern auf Smartphoneverbote

Was denken Schülerinnen und Schüler selbst über ein Handyverbot an Grundschulen? Noel Stratmann, Student an der Universität Osnabrück, ist dieser Frage in seiner Bachelorarbeit nachgegangen und hat dafür 377 Kinder der vierten und sechsten Klassen befragt.

Die Details im Überblick:

  • Zustimmung zum Verbot: Insgesamt sprachen sich 63,9 % der befragten Kinder für ein Smartphoneverbot an Grundschulen aus.

  • Unterschiede nach Alter: Während bei den direkt betroffenen Viertklässlern 46,4 % dafür stimmten, waren es bei den Sechstklässlern bereits 76,4 %.

  • Argumente der Kinder: Als Hauptgrund für ein Verbot nannten 56 % die Ablenkung im Unterricht; gegen ein Verbot sprach für 48,5 % die Erreichbarkeit für Eltern in Notfällen.

  • Eigene Lösungsvorschläge: Die befragten Schüler zeigten sich reflektiert und schlugen alternative Regeln wie technische „Schulsperren“ oder spezifische Verbotszonen auf dem Gelände vor.

  • Hintergrund: 88 % der befragten Kinder besitzen bereits ein eigenes Smartphone, das sie im Durchschnitt im Alter von neun Jahren erhalten haben.

Ausstellung „HOMEGROWN“ präsentiert regionale Kunstszene

Das Projekt AMU (Art Mash-Up) präsentiert ab Mitte März die Ausstellung „HOMEGROWN“. An drei Standorten in Osnabrück zeigen 13 ausgewählte Künstlerinnen, Künstler und Gruppen ihre aktuellen Positionen und bieten Einblicke in die vielschichtige Kunstszene der Region.

Die Details im Überblick:

  • Vernissage: Freitag, 13. März 2026, um 19:00 Uhr.

  • Ausstellungsorte: Die Werke werden in der Kunsthalle Osnabrück (bis 05. April), im KunstQuartier des BBK sowie in der skulptur-galerie (beide bis 18. April) gezeigt.

  • Künstlerisches Spektrum: Vertreten sind unterschiedliche Generationen und Techniken, darunter interdisziplinäre Projekte der „Mutation-Gruppe“ und eine Einzelausstellung von Nikolai Blau.

  • Begleitprogramm: Am 28. und 29. März findet zusätzlich ein zweitägiger Kunstmarkt statt. Öffentliche Führungen werden am 15.03., 22.03. und 05.04. jeweils um 16:00 Uhr angeboten (Treffpunkt: Foyer Kunsthalle).

  • Hintergrund: AMU wurde 2024 von Eva Lause initiiert und setzt sich für einen demokratischen Kunstmarkt sowie die Förderung junger Talente ein. Gefördert wird das Vorhaben durch die Friedel und Gisela Bohnenkamp-Stiftung.

Stadtwerke Osnabrück bieten ab sofort eigene Glasfaserprodukte an

Die Stadtwerke Osnabrück erweitern ihr Portfolio und steigen als regionaler Anbieter in den Glasfaser-Endkundenmarkt ein. Damit fungiert das kommunale Unternehmen künftig als zentraler Ansprechpartner für Energie und Telekommunikation aus einer Hand.

Die Details im Überblick:

  • Marktstart: Die Vermarktung der eigenen Glasfaserprodukte beginnt ab sofort.

  • Technik & Leistung: Die Stadtwerke stellen die gesamte Endkundentechnik vom Router bis zu den Diensten bereit und bieten Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s an.

  • Infrastruktur: Für das Angebot wird das vorhandene Glasfasernetz genutzt, das gemeinsam mit der Tochtergesellschaft SWO Netz und dem Partner Glasfaser Nordwest betrieben wird.

  • Kombi-Vorteile: Bestandskunden, die bereits Strom oder Gas von den Stadtwerken beziehen, erhalten beim Abschluss eines Glasfaservertrags einen speziellen Kombi-Bonus.

  • Regionale Reichweite: Das Angebot soll dazu beitragen, die Digitalisierung in Osnabrück und Wallenhorst weiter voranzutreiben.

Pflanzenflohmarkt im Museumsgarten – Anmeldungen ab sofort möglich

Das Museum am Schölerberg veranstaltet am Samstag, den 11. April 2026, von 14 bis 18 Uhr sein großes Gartenfest. Fester Bestandteil ist auch in diesem Jahr wieder ein Pflanzenflohmarkt, für den sich Hobbygärtner ab sofort einen Standplatz sichern können.

Die Details im Überblick:

  • Angebot: Privatpersonen können unter anderem Stauden, Gemüsepflanzen, Saatgut oder Zubehör wie Blumentöpfe zum Verkauf oder Tausch anbieten.

  • Service vor Ort: Die Verkaufstische werden direkt vom Museum zur Verfügung gestellt.

  • Anmeldung: Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0541 323-7000 registrieren.

  • Kosten: Pro Tisch wird eine Standgebühr in Höhe von 5 Euro erhoben.

  • Einschränkung: Die Teilnahme ist ausschließlich privaten Anbietern vorbehalten; gewerbliche Händler sind nicht zugelassen.

Frühjahrsjahrmarkt an der Halle Gartlage öffnet im März

Der Osnabrücker Frühjahrsjahrmarkt lädt vom 20. bis zum 29. März zu einem bunten Jahrmarkttreiben auf dem Gelände der Halle Gartlage ein. Besucher erwartet eine Mischung aus rasanten Fahrgeschäften, gastronomischen Angeboten und nostalgischer Atmosphäre.

Die Details im Überblick:

  • Offizielle Eröffnung: Freitag, 20. März, um 15:00 Uhr am Eingang der Halle Gartlage (Bremer Straße).

  • Auftakt: Der traditionelle Fassanstich durch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Alexander Illenseer erfolgt im Jahrmarkts-Biergarten der Familie Welte beim Riesenrad.

  • Programm: Im Anschluss an die Eröffnung findet ein gemeinsamer Rundgang über das Festgelände statt.

Politik aktuell: Weichenstellungen für städtische Immobilien und Finanzen

Heute tagen der Betriebsausschuss Immobilien- und Gebäudemanagement sowie der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungssteuerung im Ratssitzungssaal. Auf der Agenda stehen wegweisende Sanierungsprojekte, neue energetische Standards und Berichte zum Kindeswohl.

Die Themen im Überblick:

  • Sanierung Sporthalle Sutthausen: Die 2007 errichtete Halle der Grundschule Sutthausen weist massive Schäden an Dach und Fassade auf. Für rund 1,05 Millionen Euro soll das Gebäude energetisch saniert und mit einer neuen Metall-Vorhangfassade ausgestattet werden. Der Baustart ist für Sommer 2026 geplant.

  • Neubau Sporthalle Drei-Religionen-Schule: Aufgrund akuter statischer Mängel (unzureichende Tragfähigkeit bei Schneelast) ist die alte Halle von 1966 gesperrt. Die Stadt beauftragt nun eine Entwurfsplanung für einen Neubau, der schätzungsweise 4,7 Millionen Euro kosten wird. Die Planung beginnt vorzeitig, um den Schulbetrieb schnellstmöglich wieder zu normalisieren.

  • Aus für Passivhaus-Pflicht: Die Stadt hebt den Beschluss von 2011 auf, städtische Neubauten zwingend im Passivhausstandard zu errichten. Künftig gilt der gesetzliche GEG-Standard (KfW 55). Begründet wird dies mit unverhältnismäßig hohen Baukosten bei nur geringfügigem zusätzlichem CO₂-Einspareffekt im Vergleich zu modernen gesetzlichen Vorgaben.

  • Schulessen wird teurer: Ab dem 1. August 2026 steigen die Entgelte für die Mittagsverpflegung an Ganztagsschulen um 0,30 Euro pro Mahlzeit. Grund sind gestiegene Kosten für Personal, Energie und Lebensmittel. Ab 2028 ist zudem eine jährliche dynamische Preisanpassung vorgesehen.

  • Positive Entwicklung beim Kindeswohl: Während bundesweit die Zahlen steigen, verzeichnet Osnabrück einen Rückgang: 2024 sank die Zahl der Kindeswohlgefährdungen lokal auf 108 Fälle (-22,3 % gegenüber dem Vorjahr). Die Stadt führt dies auf präventive Angebote wie Babylotsen und das Familienkrisenteam zurück.

  • Neue Entgeltordnungen im Kulturbereich: Für das Museumsquartier (MQ4) und die Kunsthalle werden die Eintrittspreise moderat angehoben, um den städtischen Haushalt zu konsolidieren. Die Umsetzung startet im April 2026.

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