Politik im Fokus: Schulinvestitionen und Sportstrategie 2026
Der Schul- und Sportausschuss tagt am Donnerstag mit einer umfangreichen Agenda. Im Mittelpunkt stehen Millionen-Bauprojekte, die Versorgung der Schüler und die sportliche Infrastruktur der Stadt.
Schulbau & Infrastruktur:
Sanierung Sporthalle Sutthausen: Für rund 1,05 Millionen Euro werden das undichte Dach und die beschädigte Fassade saniert. Die Arbeiten sollen im Sommer 2026 starten.
Neubau Drei-Religionen-Schule: Aufgrund akuter statischer Mängel bei Schneelast wird für ca. 396.000 Euro eine Entwurfsplanung für einen Sporthallen-Neubau beauftragt. Die Gesamtkosten werden auf 4,7 Millionen Euro geschätzt.
Baustellen-Ticker: An der Grundschule Atter sind die Gebäude fertiggestellt, die Außenanlagen folgen im Frühjahr 2026. Die Heiligenwegschule (Sommer 2027) und die Friedensschule (Frühjahr 2028) liegen im Zeitplan.
Schulalltag & Soziales:
Mittagsverpflegung: Zum 01.08.2026 steigen die Preise für das Schulessen an Ganztagsschulen um 0,30 Euro pro Mahlzeit. Ab 2028 ist eine jährliche dynamische Anpassung geplant.
Bevölkerungsprognose 2040: Osnabrück bleibt mit 172.167 Einwohnern (Stand Ende 2025) stabil im Zielkorridor. Trotz Geburtenrückgangs zeigt die Stadt eine hohe Bindungskraft für junge Erwachsene in der Familiengründungsphase.
Lernbegleiter-Pool: Die Politik prüft, ob Osnabrück dem Beispiel Münsters folgt und einen zentralen Pool für Lernbegleiter:innen einrichtet, um Personal effizienter und gerechter auf die Schulen zu verteilen.
Sport & Vereine:
Vereinsförderung: Die Stadt schüttet vorab 253.750 Euro als Abschlagszahlungen an Sportvereine zur Pflege ihrer Anlagen aus. Davon profitieren unter anderem der Osnabrücker Sportclub (ca. 62.700 €) und der Osnabrücker Turnerbund (ca. 37.900 €).
Sportpark Illoshöhe: Die Sanierung von Platz 4 schreitet voran; für den Austausch des Kunstrasens auf Platz 3 läuft das Vergabeverfahren.
Schlosswallhalle: Es wird über eine Aufwertung der Halle für den Zweitliga-Basketball (BBC) und Zweitliga-Volleyball (VC) diskutiert, insbesondere hinsichtlich Beleuchtung und Bodenbelag.
Osnabrück nutzt rechtliche Grauzone für 24/7-Smart-Stores
In Osnabrück breiten sich automatisierte Geschäfte ohne Kassenpersonal, sogenannte Smart-Stores, weiter aus. Während das niedersächsische Ladenschlussgesetz diese neue Ladenform bisher nicht explizit berücksichtigt, ermöglicht eine rechtliche Grauzone den Betrieb rund um die Uhr.
Die Details im Überblick:
Aktuelle Beispiele: Das Unternehmen Q1 betreibt seit zwei Jahren einen Smart-Store im Wissenschaftspark; auch das „Farmely“ an der Lotter Straße nutzt das automatisierte Konzept.
Pragmatische Lösung der Stadt: Osnabrück behandelt diese personallosen Märkte wie klassische Automatengeschäfte, wodurch eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen ermöglicht wird.
Gegensätzliche Urteile: Während das Verwaltungsgericht Osnabrück im Februar 2025 die Öffnungszeiten eines Automaten-Kiosks in Papenburg noch einschränkte, hob das Oberverwaltungsgericht Lüneburg diese Entscheidung wieder auf, da Smart-Stores nicht unter die aktuelle Definition von Verkaufsstellen fallen.
Gesetzentwurf im Landtag: Die CDU-Landtagsfraktion hat einen Entwurf eingebracht, um die 24/7-Öffnung rechtssicher zu verankern. Auch die rot-grüne Landesregierung arbeitet an einer entsprechenden Aktualisierung des Gesetzes.
Bedeutung für die Region: Laut der IHK Niedersachsen gibt es landesweit bereits rund 90 Smart-Stores. Sie werden als wichtiges Instrument der Daseinsvorsorge angesehen, um Versorgungslücken vor allem in ländlichen Gebieten zu schließen.
Quelle: NOZ Printausgabe
DRK-Stadtverband entlässt alle Mitarbeiter – „Markt für alle“ schließt
Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat sich der DRK-Kreisverband Osnabrück-Stadt von sämtlichen 25 hauptamtlichen Mitarbeitern getrennt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiver Vorwürfe gegen den ehemaligen Geschäftsführer und einer drohenden Auflösung des Vereins.
Die Details im Überblick:
Kündigungswelle: Allen 25 Hauptamtlichen wurde am 26. Februar 2026 auf einer Betriebsversammlung gekündigt. Während ein Teil bereits neue Stellen gefunden hat, wurde das Gros der Belegschaft ab sofort freigestellt.
DRK-Shop dicht: Der Markt in der Innenstadt ist ab sofort geschlossen. Lediglich zwei Angestellte sind dort vorübergehend noch für abschließende Arbeiten tätig.
Hintergrund der Krise: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den vormaligen Geschäftsführer wegen Veruntreuung und Misswirtschaft. Im Raum steht ein sechsstelliger Schaden sowie Vorwürfe über private Käufe auf DRK-Kosten und gefälschte Unterlagen.
Kritik am Präsidium: Ehemalige Mitarbeiter äußerten scharfe Kritik am amtierenden Präsidium, das bei der Entlassungswelle kein „Gesicht gezeigt“ habe, während es gleichzeitig Pläne für eine Neugründung eines Ortsvereins unter dem Dach des Kreisverbandes Osnabrück-Land vorantreibt.
Ungewisse Zukunft: Ob eine Weiterbeschäftigung der entlassenen Kräfte in einem neuen Verband möglich ist, bleibt rechtlich und organisatorisch unklar.
Quelle: NOZ Printausgabe
Netzausbau am Westerberg – Fußweg ab Montag gesperrt
Die Stadtwerke-Tochter SWO Netz modernisiert in den kommenden Monaten die Infrastruktur am Westerberg. Um das Stromnetz für die Anforderungen der Energie- und Wärmewende zu stärken und eine wichtige Wassertransportleitung zu erneuern, ist eine umfassende Baumaßnahme notwendig.
Die Details im Überblick:
Sperrung: Ab Montag, 9. März, wird der Fußgängerweg zwischen der Artilleriestraße und der Richard-Wagner-Straße voll gesperrt.
Hintergrund: Es wird eine neue Verbindung zwischen zwei Schaltstationen geschaffen, um die Netzkapazität für Wärmepumpen, E-Ladestationen und PV-Einspeisungen zu erhöhen.
Bauabschnitte: Zuerst wird der nördliche Teil des Weges gesperrt, später folgt der Bereich südlich des Edinghäuser Weges.
Ausnahme: Die Verbindung zwischen Heger Holz und Gutenbergstraße bleibt während der gesamten Bauzeit für den Verkehr frei.
Umleitung: Für Fußgänger und Radfahrer wird eine kleinräumige Umleitung ausgeschildert.
Dauer: Aufgrund des teilweise felsigen Untergrunds werden die Arbeiten an der über 400 Meter langen Trasse voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2026 andauern
Großprojekt „BILDUNG100“ fördert Lesefreude im Landkreis
Die Bildungsregion Landkreis Osnabrück startet die Initiative BILDUNG100. Das Projekt hat zum Ziel, das bewährte Programm „Fabulara fördert Lesespaß“ in insgesamt 100 Bildungseinrichtungen des Landkreises zu etablieren.
Die Details im Überblick:
Das Programm: „Fabulara“ ist ein musikalisches Bühnenprojekt, das Kinder im Vor- und Grundschulalter durch die Figur „Yogi“ (Jürgen Eick) und Fabelwesen spielerisch für Bücher begeistert.
Umfang: Neben Bühnenaufführungen gehören kreative Workshops und ein wöchentlicher Podcast zum Angebot.
Schirmherrschaft & Leitung: Landrätin Anna Kebschull fungiert als Schirmherrin; die Projektleitung liegt bei der Bildungsregion des Landkreises.
Finanzierung: Die Westenergie AG trägt den Großteil der Kosten der Initiative.
Regionale Umsetzung: Lokale Bildungspaten und Bürgermeister unterstützen das Projekt vor Ort, wobei der Auftakt im Nordkreis erfolgt.
Erfolgsbilanz: Seit 2021 hat das Programm bundesweit bereits rund 80.000 Kinder erreicht.
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