
Startschuss für Beteiligungsprozess „Osnabrück. Dein Weg.“
Unter dem Motto „Osnabrück. Dein Weg.“ erarbeitet die Stadt in den Jahren 2026 und 2027 einen neuen Mobilitätsfahrplan. Ziel ist es, die Fortbewegung für alle Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Auto – sicherer und attraktiver zu gestalten.
Die Details im Überblick:
Auftaktveranstaltung: Am Donnerstag, 19. März, von 19:00 bis 20:30 Uhr im Innovatorium (Coppenrath Innovation Centre) im Lokviertel.
Teilnahme: Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Ideen einzubringen; eine Anmeldung für den Termin vor Ort ist nicht erforderlich.
Online-Beteiligung: Parallel zur Veranstaltung startet der erste Online-Dialog auf der städtischen Webseite.
Drei Phasen: Der Prozess gliedert sich in Analyse, Strategieentwicklung und konkrete Maßnahmenplanung, die jeweils durch Beteiligungsformate wie Workshops begleitet werden.
Statement: Stadtbaurat Thimo Weitemeier betont, dass gute Mobilität nur durch das Zusammenspiel vieler Perspektiven und einen transparenten Dialog entstehen könne.
GRÜNE fordern Maßnahmenplan für verschärfte EU-Luftgrenzwerte

Die EU verschärft ab 2030 die Grenzwerte für Luftschadstoffe drastisch. Die Osnabrücker GRÜNEN sehen darin einen klaren Handlungsauftrag für die Stadtverwaltung, die Emissionen – insbesondere im Bereich der Verbrennungsmotoren – weiter zu senken.
Die Details im Überblick:
Neue Grenzwerte ab 2030: Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO₂) wird von 40 µg/m³ auf 20 µg/m³ halbiert. Bei Feinstaub (PM₂,₅) sinkt der Wert von 25 µg/m³ auf 10 µg/m³.
Aktuelle Lage in Osnabrück: Die Stadt hält die derzeitigen Grenzwerte ein. Am Schlosswall sank der NO₂-Wert von 50 µg/m³ (2010) auf 27 µg/m³ (2023). Am Neumarkt wurden zuletzt ca. 32 µg/m³ gemessen.
Handlungsbedarf: Trotz der bisherigen Erfolge liegen die Stickstoffoxidwerte in Osnabrück weiterhin deutlich über dem künftigen Zielwert von 20 µg/m³.
Forderungen: Die GRÜNEN verlangen einen konkreten Maßnahmenplan. Schwerpunkte sollen die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, der Ausbau des ÖPNV sowie eine sicherere Radinfrastruktur sein.
Gesundheitsschutz: Besonders Kinder, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma profitieren von einer weiteren Reduktion der Schadstoffe.
Zu dem Thema „Luftqualität messen“ habe ich vor wenigen Monaten ein Video veröffentlicht. Wer Interesse daran hat, die Luftqualität bei sich Zuhause zu messen, dem kann ich das Video empfehlen.
Klage gegen Stadt wegen Umsetzung des Radentscheids abgewiesen

Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat die Klage eines Bürgers abgewiesen, der der Stadtverwaltung eine mangelhafte Umsetzung des Radentscheids von 2022 vorwarf. Der Kläger, Egon Weinhold, bemängelte insbesondere das Fehlen jährlicher Sachstandsberichte und einer versprochenen Verkehrssicherheitskommission.
Die Details im Überblick:
Urteilsbegründung: Das Gericht bewertete nicht die Arbeit der Verwaltung, sondern stellte fest, dass einzelne Bürger kein „subjektives öffentliches Recht“ auf die Umsetzung von Ratsbeschlüssen haben.
Zuständigkeit: Nach Ansicht der Kammer wäre der Osnabrücker Stadtrat der rechtlich korrekte Kläger, um die Umsetzung seiner Beschlüsse durch die Verwaltung einzufordern.
Argumentation der Stadt: Die Verwaltung verwies auf personelle und haushalterische Grenzen. Eine eigene Sicherheitskommission wurde nach Tests verworfen, da sie eine Parallelstruktur zur bestehenden Unfallkommission mit der Polizei dargestellt hätte.
Transparenz: Kritisiert wurde vom Kläger, dass die Nicht-Umsetzung bestimmter Punkte von der Politik Ende 2024 lediglich „zur Kenntnis genommen“ wurde, ohne eine öffentliche Debatte anzustoßen.
Reaktion des Klägers: Weinhold zeigte sich enttäuscht und kritisierte, dass gleichzeitig Millionenbeträge in Großprojekte wie das Stadion oder das Lokviertel fließen würden. Er prüft nun den Gang in die nächste Instanz.
Quelle: NOZ Printausgabe
„Wilder“ Naturerfahrungsraum am Ziegenbrink eröffnet

Mit einem bunten Familienfest haben die Stadt Osnabrück und die Lega S Jugendhilfe am Freitagnachmittag den neuen Naturerfahrungsraum Ziegenbrink eingeweiht. Das Areal am Schölerberg bietet Kindern zwischen 4 und 14 Jahren ab sofort Raum für unmittelbare Naturerlebnisse im urbanen Umfeld.
Die Details im Überblick:
Konzept: Unter dem Motto „Natur im Viertel entdecken“ dürfen Kinder hier Hütten bauen, auf Stämmen balancieren oder Insekten beobachten. Laut Stadtbaurat Thimo Weitemeier gibt es hier „kein Richtig oder Falsch“.
Pädagogische Begleitung: Die Lega S Jugendhilfe führt das Projekt umweltpädagogisch. Ziel ist es, durch das Erleben mit allen Sinnen – etwa auf der schuleigenen Streuobstwiese – eine echte Bindung zur Umwelt aufzubauen.
Finanzierung & Strategie: Das Projekt ist Teil der Biodiversitätsstrategie „OSNATÜRLICH“ und wird mit rund 135.000 Euro gefördert, unter anderem durch Bundesmittel für Naturschutz.
Artenschutz: Bewusst bleibt Totholz liegen und Wiesen werden seltener gemäht, um Lebensräume für Wildbienen, Käfer und Vögel zu schaffen.
Jubiläums-Auftakt: Die Eröffnung markiert zugleich den Startschuss für das Jahr „100 Jahre Grüne Finger“. Der Ziegenbrink gehört zum „Grünen Finger Berningshöhe“, einer von 13 wichtigen Frischluftachsen der Stadt.
Mango eröffnet neuen Flagship-Store in der City

Die Modekette Mango hat ihren neuen, deutlich größeren Store an der Großen Straße 27–32 eröffnet.
Die Details im Überblick:
Flächengewinn: Mango zieht aus dem Schäffer-Gebäude am Nikolaiort aus und nutzt nun eine deutlich größere Verkaufsfläche des ehemaligen Sygn-Stores.
Erweitertes Sortiment: Neben der bekannten Damenmode bietet Mango am neuen Standort nun auch Kollektionen für Herren sowie Taschen und Accessoires an.
Der neue Store ist wirklich sehr schön geworden. Auch Schäffer hat bereits die Fläche des alten Mango-Stores umgebaut.
Belm: Bürgermeister Viktor Hermeler kündigt Abschied an
Nach 12 Jahren an der Spitze der Gemeinde Belm wird Bürgermeister Viktor Hermeler bei der Wahl im kommenden September nicht erneut antreten. Im Interview mit der NOZ blickt er auf eine Amtszeit zurück, die von finanziellen Herausforderungen, aber auch von einer erfolgreichen Stadtentwicklung geprägt war.
Die Details im Überblick:
Bilanz: Hermeler hebt besonders die positive Entwicklung Belms im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ hervor. Die Gemeinde habe heute eine hohe Bindungskraft und eine exzellente Anbindung an Osnabrück.
Herausforderungen: „Belm hat immer ein Finanzproblem“, so Hermeler. Besonders die steigenden Kosten für Bildung und Kinderbetreuung, deren Standards von Bund und Land ohne ausreichende Gegenfinanzierung festgelegt werden, belasten den Haushalt.
Zukunftsprojekte:
Ärztehaus: Eine Entscheidung zur dauerhaften Sicherung der Grundversorgung soll möglichst bis zur Sommerpause fallen.
Wohnraum: Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten setzt Hermeler auf das neue Gewerbegebiet „Heggenbrede“ und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für junge Familien.
Infrastruktur: Die Sanierung der Grundschulen in Powe und Vehrte sowie der Abschluss der Rathaus-Modernisierung (geplant bis Sommer 2026) stehen an.
Persönliches: Der parteilose Bürgermeister kritisiert den zunehmenden Bürokratismus, der das Regieren erschwere. Für den Ruhestand plant er Radtouren durch Deutschland und mehr Zeit für seine Familie und sein Enkelkind.
Quelle: NOZ Printausgabe