Agenda 2026: Landrätin Kebschull setzt auf Windkraft, Glasfaser und Medizin
Beim Neujahrsempfang im geschichtsträchtigen Museum Kalkriese hat Landrätin Anna Kebschull die Marschrichtung für das Jahr 2026 vorgegeben. Ihr zentrales Credo: Der „Osnabrücker Weg“ – große Herausforderungen lassen sich nur in enger Kooperation zwischen Stadt und Landkreis lösen.
Die 4 Kernpunkte für 2026:
Energiewende: Der Landkreis schlägt ein neues Kapitel auf. Über 150 neue Windräder sind geplant. Ziel ist es, künftig weit mehr als 100 % des eigenen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken – ein massiver Standortvorteil für Bürger und Unternehmen.
Digitaler Endspurt: Beim Thema Glasfaser will der Kreis bis Ende des Jahres eine Quote von über 90 %erreichen. Bis Ende 2027 soll das schnelle Internet dann flächendeckend in fast jedem Dorf ankommen.
Medizin-Offensive: Um dem Ärztemangel zu begegnen, investieren Stadt und Kreis gemeinsam zehn Millionen Euro in den Aufbau einer privaten Medizinhochschule. Ein begleitendes Gutachten soll zudem die ambulante Versorgung im ländlichen Raum sichern.
Sicherheit & Mobilität: Der Katastrophenschutz wird durch ein dichteres Sirenennetz gestärkt. Gleichzeitig startet der neue Nahverkehrsplan (2026–2030), der auf Schnellbusse und flexible On-Demand-Dienste setzt.
Handwerks-Nachwuchs startet durch: 255 neue Gesellen für die Region
Ein starkes Signal gegen den Fachkräftemangel: Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf hat 255 junge Talente aus 17 Berufen offiziell losgesprochen. In der Stadthalle Rheine tauschten sie ihren Azubi-Status gegen den Gesellenbrief – und damit gegen glänzende Zukunftsaussichten.
Highlights der Feier:
Die Besten der Besten: 14 Absolventen und Absolventinnen wurden für herausragende Leistungen (Note „Sehr gut“ oder „Gut“ bei mindestens 87 %) besonders geehrt.
Prominenter Gast: Profisportler Adam Touray schlug die Brücke zwischen Leistungssport und Handwerk – Disziplin und Teamarbeit führen in beiden Welten zum Sieg.
Karriere-Kick: Ob Meisterprüfung, Studium oder später die eigene Firma – den neuen Gesellen stehen nun alle Türen offen.
Corona-Rückblick: NOZ Redaktion zieht kritische Bilanz
Sechs Jahre nach den ersten Lockdowns blickt die Redaktion der NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) in den Spiegel. In einer internen Analyse haben die Führungskräfte die damalige Berichterstattung auf den Prüfstand gestellt – mit einem Ergebnis, das Raum für Verbesserungen lässt: Die Gesamtnote für die Ausgewogenheit lag bei 6,7 von 10 Punkten.
Die wichtigsten Punkte der Selbstreflexion:
Sprache & Stigmatisierung: Im Rückblick wird die Verwendung von Begriffen wie „Covidiot“ oder „Schwurbler“ kritisch gesehen. Solche Pauschalisierungen hätten unterbleiben sollen, um einzelne Gruppen nicht zu stigmatisieren.
„False Balance“ & Experten: Während die Reaktionsfähigkeit auf neue Regeln (7,6 von 10) gelobt wurde, gab es intern Diskussionen über eine mögliche Einseitigkeit. Kritiker bemängelten, dass einzelne Experten (wie Christian Drosten) zu viel Raum erhielten, während andere wissenschaftliche Perspektiven teils zu kurz kamen.
Umgang mit staatlichen Infos: Als zentrale Lehre für die Zukunft nennt die Redaktion eine größere Skepsis gegenüber staatlichen Verlautbarungen und mehr Mut zu aufwendiger Eigenrecherche statt reiner Schnelligkeit.
Das Ziel: Die Redaktion versteht diesen Prozess als Teil einer „konstruktiven Fehlerkultur“. Man wolle künftig mehr Toleranz und Respekt zeigen – sowohl in der internen Debatte als auch gegenüber der Leserschaft.
Quelle: Printausgabe NOZ
Preissprung an der Radstation: Parken am Bahnhof wird teurer
Wer sein Fahrrad sicher und trocken am Hauptbahnhof parken möchte, muss ab morgen, dem 1. Februar, etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Radstation hebt erstmals seit ihrer Eröffnung vor drei Jahren die Preise an.
Die neuen Tarife im Überblick:
Tagesticket: 1,00 € (statt bisher 0,90 €)
Monatsticket: 10,00 € (statt bisher 9,00 €)
Grund: Gestiegene Personal- und Energiekosten machen den Betrieb der Station laut Stadtentwicklungsausschuss teurer.
Kampf dem „Wildparken“ am Radboulevard: Gleichzeitig verschärft die Stadt den Ton gegenüber Radlern, die ihre Räder ungeordnet entlang des neuen Radboulevards an Zäunen und Pfosten anschließen. Stadtbaurat Thimo Weitemeier warnt vor blockierten Wegen.
Phase 1: „Erziehung“ durch Papp-Hinweisschilder an den betroffenen Rädern.
Phase 2: Sollte das nicht helfen, droht das konsequente Entfernen der Fahrräder durch die Behörden.
Gibt es kostenlose Alternativen? Ja! Die Stadt verweist auf die neuen, frei zugänglichen Stellplätze in der Bruchstraße, die sehr gut angenommen werden. Aufgrund der Nachfrage sollen weitere kostenlose Abstellmöglichkeiten im Umfeld des Bahnhofs geschaffen werden.

