Volt verzichtet auf OB-Kandidatur – Alles auf den Stadtrat

Während andere Parteien noch über ihre Spitzenkandidaten für den Oberbürgermeister-Posten grübeln, herrscht bei Volt Klarheit: Es wird keine eigene OB-Kandidatur geben. Die Begründung der lila-farbenen Partei: „Substanz vor Symbolik.“

Die Strategie für 2026:

  • Fokus Stadtrat: Volt sieht die wahre Macht in der Ratsarbeit, nicht im OB-Büro. Das Ziel ist klar definiert: Mindestens drei Sitze im Stadtrat.

  • Rückenwind: Mit dem Ergebnis der Europawahl im Rücken (5,6 %) hält Ratsmitglied Lukas Ölmann dieses Ziel für absolut realistisch.

  • Bürger-Programm: Das Wahlprogramm soll nicht im „stillen Kämmerlein“ entstehen. Per Online-Umfrage und Infoständen werden aktuell Impulse der Osnabrücker gesammelt.

Was Volt bisher erreicht hat (laut eigenen Angaben):

  • Neubau der Friedensschule inklusive Sporthalle.

  • Abschaffung der Krippengebühren.

  • Stärkung der politischen Bildung für Erstwähler.

Die Hasepost setzt ein Statement

Die Hasepost hat gestern offiziell bekannt gegeben, dass sie sich freiwillig dem deutschen Pressekodex unterwirft.

Was bedeutet das technisch? Die Redaktion verpflichtet sich damit formell auf die 16 Ziffern des Pressekodex (Sorgfalt, Trennung von Werbung und Redaktion, Opferschutz etc.). Da die Hasepost in keinem Verlegerverband ist, müssen sie dafür sogar eine Gebühr an den Presserat zahlen.

Der „Seitenhieb“ zwischen den Zeilen? Warum passiert das genau jetzt? Wer die aktuelle Stimmung in der Stadt beobachtet, könnte hier einen kleinen Seitenhieb auf die NOZ sehen.

  • Aktuelle Kritik an der NOZ: Der große Nachbar sieht sich aktuell Vorwürfen ausgesetzt, politisch weiter nach rechts zu rücken. Besonders das Abschalten der Kommentarfunktion bei der NOZ stieß vielen Lesern sauer auf – das Gefühl: „Wir dürfen nicht mehr mitreden.“

  • Die Antwort der Hasepost: Heiko Pohlmann betont in seiner Mitteilung auffällig stark, dass man den „direkten Dialog“ suche und Beschwerden ernst nehme. Während die NOZ also (gefühlt) die Schotten dicht macht, hängt die Hasepost das Schild „Geprüfte Qualität & offenes Ohr“ raus.

Einschätzung: Eventuell interpretiere ich da zu viel, aber es ist schon sehr auffällig, dass diese Nachricht von der Hasepost gerade jetzt kommt. Dass man sich an den Pressekodex hält, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit für seriöse Medien.

Turbo-Baustelle in Belm – Marktkauf öffnet früher!

Gute Nachrichten für alle Einkaufs-Fans im Osten des Landkreises: Der neue Marktkauf in Belm drückt ordentlich aufs Tempo. Statt wie geplant im Juni, öffnen sich die Türen am neuen Standort bereits am 20. Mai 2026 um 8 Uhr.

Das erwartet dich im neuen Lebensmittel-Tempel:

  • Größe & Auswahl: Auf satten 6.100 Quadratmetern findest du künftig rund 80.000 Artikel.

  • Highlights: Ein riesiger Frischebereich, ein integrierter Sushi-Point und eine Gastronomie mit über 100 Sitzplätzen (innen & außen).

  • Die "Meile": Mit dabei sind auch eine Apotheke, ein Optiker, ein Schlüsseldienst und zwei Mobilfunkanbieter.

  • Das Team: 145 Mitarbeiter (davon 10 neue Stellen) stehen in den Startlöchern.

Wichtige Termine für deinen Kalender:

  1. 18. April 2026: Großes Baustellenfest! Du kannst einen Blick hinter die Kulissen werfen, während die Kids beim Kinderschminken versorgt sind.

  2. 18. & 19. Mai 2026: Der Übergangsmarkt zieht um und bleibt an diesen zwei Tagen geschlossen.

  3. 20. Mai 2026: Große Neueröffnung – pünktlich vor dem langen Pfingstwochenende!

Handwerk mit Zukunft: 326 neue Meister und Auszeichnungen für Nachhaltigkeit

Die Nacht der Meister: „KI repariert (noch) keine Heizung“

In der Osnabrück Halle feierten rund 1.300 Gäste einen neuen Jahrgang. 326 neue Meisterinnen und Meisterhaben im vergangenen Jahr ihren Abschluss im Kammerbezirk gemacht.

  • Klare Kante: Kammerpräsident Andreas Nünemann fand deutliche Worte zum Hype um Künstliche Intelligenz: „Die KI geht nicht in den Keller und repariert unsere Heizung. Die KI steigt nicht auf den Dachboden und dämmt.“ Während Akademiker teilweise um ihre Jobs bangen, sind die neuen Meister gefragter denn je.

  • Neben den Meistern: Auch 16 Betriebswirte und drei kaufmännische Fachwirte wurden geehrt. Ein starkes Signal für die anstehenden Betriebsübernahmen in der Region!

Nachhaltigkeits-Preise: Glanz für Bad Iburg

Parallel zur Meisterfeier würdigte Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne in Hannover Betriebe, die Nachhaltigkeit nicht nur als Trend, sondern als Geschäftsmodell leben. Unter den elf niedersächsischen Preisträgern glänzen zwei Betriebe aus unserer direkten Nachbarschaft besonders hell:

  • Wäscherei Meyer GmbH & Co. KG (Bad Iburg)

  • Möllering Bauunternehmen (Bad Iburg)

Diese Betriebe zeigen, dass Ökonomie und Ökologie im Handwerk Hand in Hand gehen. Minister Tonne betonte, dass diese Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zur Transformation der Wirtschaft leisten.

City-Leerstand: Nun schaltet sich auch die FDP/UWG in das Wahlkampf-Thema ein

Nachdem wir hier bei 1648 Osnabrück schon die Meinungen der verschiedenen Parteien beleuchtet haben, bringt nun die FDP/UWG einen konkreten Vorschlag auf den Tisch. Ihre Analyse: 68 leerstehende Erdgeschossflächen (9 % Quote) sind das Ergebnis jahrelanger Untätigkeit.

Die Kritik:

  • Falsche Schwerpunkte: Laut FDP-Sprecher Oliver Hasskamp verzettelt sich die Stadt mit Programmen für alle Stadtteile, während das „Herz der Stadt“ (die Innenstadt) blutet.

  • Wahlkampf-Manöver: Dass SPD und Grüne das Thema jetzt entdecken, sei reiner Opportunismus kurz vor der Kommunalwahl.

Der FDP-Plan: Der „Bauturbo“ für die City Statt auf neue Förderprogramme oder Pop-up-Stores zu hoffen, will die FDP/UWG den Leerstand radikal umnutzen:

  1. Vom Laden zur Wohnung: Besonders in den B- und C-Lagen (Seitenstraßen) soll Gewerberaum unkompliziert in Wohnraum umgewandelt werden.

  2. Gesetzes-Joker: Die FDP will die neue Niedersächsische Bauordnung (§ 85a) und den bundesweiten „Bauturbo“ (§ 246e BauGB) nutzen. Damit können Nutzungsänderungen zu Wohnzwecken ohne jahrelange Bebauungsplan-Verfahren genehmigt werden.

  3. Doppelter Nutzen: Mehr bezahlbarer Wohnraum für die 27.000 Studierenden in OS und gleichzeitig das Ende von „toten Schaufenstern“.

Verkehrs-Zoff: Petition - „Rettet die Johannisfreiheit“

Es ist ein Konflikt zwischen historischem Erbe und moderner Verkehrsplanung: Die Stadt will den Neumarkt entlasten und dafür bis zu 800 Busse täglich durch die schmale Johannisfreiheit (direkt vor dem Marienhospital) schicken. Die Initiative „Zukunft Kernstadt“ sagt: Nicht mit uns!

Die Fronten:

  • Die Initiative: Verschiedene Personen aus der Osnabrücker Stadtgesellschaft (u.a. Marius Meinert, Ruth Hammerbacher, Jürgen Deiters). Sie fordern eine komplette Kehrtwende.

  • Der Vorwurf: SPD, CDU und Grüne hätten einen Deal auf Kosten der Anwohner, Patienten und des Stadtbildes gemacht, um interne politische Konflikte zu lösen.

  • Die Argumente: Gefährdung von Fußgängern/Radfahrern, Lärmbelastung für Krankenhäuser und Zerstörung des historischen Ambientes.

Moderne Strategie gegen „alte“ Beschlüsse: Obwohl die Köpfe der Initiative eher zur erfahrenen Generation gehören, fahren sie eine digitale Kampagne:

  • Hybrid-Petition: Unterschriften gibt es online und ganz klassisch in Geschäften.

  • Stand: Nach nur drei Wochen liegen bereits über 980 Unterschriften vor.

  • Timing: Die Aktion soll über Monate laufen – also mitten in den heißen Kommunalwahlkampf hinein.

Quelle: NOZ Printausgabe

Reply

Avatar

or to participate

Keep Reading