Diplomatie: Chinesischer Generalkonsul Dong Lin zu Gast im Rathaus

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hat am Mittwoch den chinesischen Generalkonsul Dong Lin im historischen Friedenssaal empfangen. Der Besuch war Teil einer zweitägigen Reise des Diplomaten durch Osnabrück.

Die Schwerpunkte des Austauschs:

  • Städtefreundschaft: Im Zentrum stand die enge Beziehung zu Osnabrücks Freundschaftsstadt Hefei. Pötter blickte dabei auf ihren eigenen Besuch vor rund anderthalb Jahren zurück und hob das beeindruckende Zusammenspiel von Tradition und Moderne in Hefei hervor.

  • Zukunft der Jugend: Generalkonsul Dong Lin betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen jungen Menschen. Insbesondere die Kooperationen zwischen den Hochschulen und Universitäten in Hefei und Osnabrück gelten als tragende Säulen der Partnerschaft.

  • Dialog: Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit, den direkten Kontakt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Infrastrukturmaßnahmen in Sutthausen: SWO Netz und Stadt Osnabrück beginnen Bauarbeiten

Ab Montag, dem 2. März 2026, starten umfangreiche Tiefbauarbeiten im Bereich des Gewerbegebiets „Am Wulfter Turm“. Die Maßnahmen sind in zwei Phasen unterteilt und sollen die Versorgungssicherheit sowie die Straßenqualität im Stadtteil langfristig sichern.

Die zwei Bauphasen im Überblick:

  1. Phase 1 (ab 2. März): Die SWO Netz tauscht alte Gas- und Wasserleitungen aus und erhöht die Kapazität des Stromnetzes für die Wärmewende. Zudem werden Hausanschlüsse und die Straßenbeleuchtung erneuert. Es wird eine halbseitige Sperrung eingerichtet. Wichtig für Einkäufer: Die Verbrauchermärkte und Grundstücke bleiben durchgehend erreichbar.

  2. Phase 2 (Sommerferien): Die Stadt nutzt die verkehrsärmere Zeit für die Sanierung der Fahrbahndecke auf der Sutthauser Straße und Hermann-Ehlers-Straße (zwischen Autobahnbrücke und Middenkamp). Auch hier erfolgt eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung. Die Autobahnauffahrt Sutthausen muss zeitweise gesperrt werden (Umleitung wird ausgeschildert). Radfahrer werden über den Burenkamp umgeleitet.

Informationsangebot für Anwohner: Für direkte Fragen bietet die Stadt am Mittwoch, den 18. März, von 17:30 bis 18:30 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung an. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] anmelden, um den Zugangslink zu erhalten.

Universität Osnabrück koordiniert Millionenprojekt zur Schulentwicklung

Nach intensiver Laufzeit hat das Verbundprojekt zur digital gestützten Professionalisierung an ganztägigen Grundschulen seinen Abschluss gefunden. Unter der Koordination von Prof. Dr. Christian Reintjes (Universität Osnabrück) arbeiteten fünf Universitäten (Osnabrück, Bochum, Braunschweig, Hamburg und Oldenburg) gemeinsam an Konzepten für eine moderne Schulkultur.

Die Projektergebnisse im Überblick:

  • Förderung: Das Projekt wurde mit rund 4,4 Millionen Euro durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

  • Zielgruppe: Im Fokus stand das gesamte pädagogische Personal an Ganztagsgrundschulen – von Lehrkräften bis hin zu pädagogischen Mitarbeitern.

  • Kerninhalte: Entwickelt wurden Fortbildungsbausteine für die Bereiche Inklusion, Sozialraumorientierung und datenbasierte Qualitätsentwicklung. Ein Schwerpunkt lag auf dem „Selbstregulierten Lernen“ (SRL), um Schüler zu befähigen, ihren Lernprozess eigenständig zu steuern.

  • Praxistransfer: Die entwickelten Module und digitalen Werkzeuge sollen nun systematisch in die Fortbildungsstrukturen der Bundesländer integriert werden, um eine nachhaltige Verbesserung der Schulpraxis zu gewährleisten.

Aktuelles Magazin der SPD Osnabrück: Was beschäftigt die Partei aktuell?

Industriepolitik: SPD fordert Standortgarantie für VW Osnabrück

Angesichts eines überraschenden Überschusses von sechs Milliarden Euro im Netto-Cashflow der Volkswagen AG fordert die Osnabrücker SPD klare Investitionszusagen für das lokale Werk.

  • Hintergrund: Der außerordentliche Ertrag ist laut Konzernberichten „plötzlich aufgetaucht“. SPD-Oberbürgermeisterkandidat Robert Alferink fordert, dieses Geld nicht für Manager-Boni, sondern zur Sicherung der rund 2.500 Arbeitsplätze in Osnabrück einzusetzen.

  • Forderung: Alferink betont, dass die Zukunft des Werks keine Frage von Nostalgie, sondern von wirtschaftlicher Stabilität für die gesamte Region sei. Er kündigte an, sich als Oberbürgermeister für eine engere Allianz zwischen Stadt, Land und Konzern starkzumachen.

Verpackungssteuer: Fraktion weist Kritik der IHK zurück

Die SPD-Ratsfraktion verteidigt die geplante Einführung einer Verpackungssteuer in Osnabrück gegen die Kritik von IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf.

  • Position der SPD: Die Steuer sei kein Angriff auf die Gastronomie, sondern ein notwendiges Instrument für mehr Sauberkeit und Ressourcenschonung.

  • Argumente: Einwegverpackungen verursachen hohe Kosten bei der Müllbeseitigung, die aktuell von der Allgemeinheit getragen werden. Die Steuer soll eine Lenkungswirkung hin zu Mehrwegsystemen entfalten.

  • Umsetzung: Die Fraktionsvorsitzende Susanne Hambürger dos Reis verspricht eine pragmatische Begleitung der Einführung und setzt auf digitale Lösungen zur Vermeidung von unnötiger Bürokratie.

Kommunalwahl 2026: Robert Alferink kritisiert aktuelle Ratspolitik

Beim politischen Aschermittwoch im Schinkel ging Robert Alferink auf Distanz zum aktuellen politischen Geschehen im Rathaus.

  • Kritik an CDU & Grünen: Er bezeichnete die CDU als oft zu unkritisch gegenüber Verwaltungsvorlagen („ich kann damit leben“) und kritisierte die Ideen der Grünen als teils „komisch“.

  • Bilanz der Oberbürgermeisterin: Zwar bescheinigte er Katharina Pötter ein ordentliches Auftreten, kritisierte jedoch fehlende Fortschritte bei zentralen Themen wie dem Neumarkt, dem Radverkehr und der Wirtschaftsförderung.

  • Wahlziel: Alferink formulierte das Ziel, die SPD bei der Wahl 2026 zur stärksten Kraft im Stadtrat zu machen und das Amt des Oberbürgermeisters zurückzugewinnen.

Familienpolitik: Beitragsfreie Krippen und Horte ab Sommer 2026

In einem Rückblick auf die bisherigen Erfolge der Ratsarbeit hebt die SPD die Beitragsfreiheit für Krippen und Horte hervor, die ab dem kommenden Sommer in Osnabrück greifen soll. Dies wird als „großer politischer Meilenstein“ für die Entlastung junger Familien in der Stadt bezeichnet.

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