150 Jahre Bürgerpark – Jubiläumsjahr für Osnabrücks ältesten Park
Der Bürgerpark auf dem Gertrudenberg feiert 2026 sein 150-jähriges Bestehen. Seit der Grundsteinlegung durch Stadtbaurat Emil Hackländer im Jahr 1876 hat sich die rund 9,7 Hektar große Anlage zu einem der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Stadt entwickelt.
Die Details im Überblick:
Jubiläumsprogramm: Das gesamte Jahr über wird das Jubiläum mit Themenführungen und vielfältigen Freizeitangeboten gewürdigt.
Parkpflegewerk 2026: Erstmals wird ein umfassender denkmalpflegerischer Fachbeitrag vorgelegt. Er dient dem Osnabrücker Servicebetrieb als verbindliche Grundlage, um den Park denkmalgerecht zu erhalten und gleichzeitig an den Klimawandel anzupassen.
Förderung: Das Projekt wird durch das Bundesumweltministerium, die KfW sowie die VGH Stiftung finanziell unterstützt.
Aufruf an Bürger: Die Stadt bittet um historische Fotografien des Parks aus dem 20. Jahrhundert für Dokumentationszwecke. Bilder können an [email protected] gesendet werden.
Studierende gründen Roboter-Verein „Osnabotics“

Studierende der Hochschule und der Universität Osnabrück haben den gemeinnützigen Verein Osnabotics ins Leben gerufen. Der institutionenübergreifende Zusammenschluss vernetzt ab sofort Studierende, Forschende und Praxispartner, um die Robotik in der Region dauerhaft zu stärken.
Die Details im Überblick:
Hintergrund: Der Verein entstand aus dem gemeinsamen Field-Robot-Team, das 2025 mit dem Roboter „Acorn“ den Weltmeistertitel beim International Field Robot Event in Italien gewann.
Fokus Agrarrobotik: Die Arbeitsgruppe „Feldrobotik“ entwickelt im Agro-Technicum der Hochschule autonome Systeme für den landwirtschaftlichen Einsatz unter realen Bedingungen.
Projekt „Autonomous Racing“: In Kooperation mit dem Ignition Racing Team (IRTe) arbeitet der Verein an einem selbstfahrenden Rennwagen für die Formula-Student-Saison 2027.
Ziele: Neben der Organisation von Entwicklungsprojekten koordiniert der Verein die Teilnahme an internationalen Wettbewerben und baut eine gemeinsame Infrastruktur auf.
Kritik an Personalsituation der Ausländerbehörde
Die Osnabrücker Mehrheitsgruppe aus GRÜNEN, SPD und Volt übt deutliche Kritik an der Verwaltungsspitze bezüglich des Zustands der Ausländerbehörde. Hintergrund ist eine aktuelle Antwort der Verwaltung, wonach ein Drittel der vorgesehenen Stellen unbesetzt ist.
Die Details im Überblick:
Personalmangel: Von 18 geplanten Stellen in der Behörde sind derzeit 6 nicht besetzt.
Servicequalität: Die Fraktionsvorsitzenden kritisieren „viel zu lange Wartezeiten“, eine mangelhafte Erreichbarkeit sowie eine unzureichende Digitalisierung.
Folgen für die Wirtschaft: Laut Jens Meier (GRÜNE) leidet auch die lokale Wirtschaft, da Arbeitskräfte aufgrund fehlender oder verspäteter Papiere nicht zeitnah eingesetzt werden können.
Forderung nach „Willkommensbehörde“: Trotz zusätzlicher Mittel in Höhe von 175.000 Euro aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds fehlt aus Sicht der Politik eine gelebte Willkommenskultur.
Appell an die Oberbürgermeisterin: Susanne Hambürger dos Reis (SPD) fordert Oberbürgermeisterin Pötter auf, das Thema zur „Chefinnensache“ zu machen, um die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Welcome & Connect Center zu verbessern.
Polizei Osnabrück verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen
Als Reaktion auf den Nahost-Konflikt hat die Polizeidirektion Osnabrück die Sicherheitsvorkehrungen für jüdisch-israelische Bürger und Objekte intensiviert. Die Polizei betont, dass die Sicherheit dieser Einrichtungen oberste Priorität hat.
Die Details im Überblick:
Intensivierter Dialog: Die Polizei steht in engem und ständigem Austausch mit Vertretern der jüdischen Gemeinden, unter anderem durch die Dialogbeauftragte der Direktion.
Überprüfung der Schutzmaßnahmen: Bereits bestehende, umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Objekten werden fortlaufend überprüft und bewertet.
Beobachtung der Versammlungslage: Ein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung und Bewertung von Demonstrationen und Veranstaltungen verschiedener Interessengruppen.
Aktuelle Gefährdungslage: Laut Polizeisprecher Marco Ellermann gibt es derzeit keine Hinweise auf konkrete Gefährdungen; die Behörden sind jedoch wachsam und sensibilisiert.
Polizeiliche Präsenz: Staatsschutz-Fachkommissariate und Einsatzbereiche führen aktuell umfassende Maßnahmen durch, um auf die emotionale Lage in der Region zu reagieren.
Medienkompetenz: Tipps zum Erkennen von Desinformation
Dies ist zwar kein lokales Thema, aber natürlich erreichen globale Krisen mittlerweile jeden Bürger in Deutschland. In Zeiten von globalen Konflikten und Wahlen verbreiten sich Falschmeldungen besonders schnell in sozialen Netzwerken. Ein Ratgeber der Bundesregierung zeigt auf, wie Bürger gezielte Desinformation identifizieren und deren Verbreitung stoppen können.
Fünf Tipps für den Faktencheck:
Kritisch hinterfragen: Desinformation nutzt oft reißerische Formulierungen und eine sehr emotionale Sprache, um die Reichweite zu erhöhen. Inhalte mit Widersprüchen sollten nicht ungeprüft geteilt werden.
Faktenchecks nutzen: Unabhängige Organisationen und öffentlich-rechtliche Medien stellen Falschmeldungen richtig. Eine Suche nach Schlagworten kombiniert mit dem Begriff „Faktencheck“ hilft bei der Überprüfung.
Absender prüfen: Die Echtheit eines Profils lässt sich oft an der Angabe von Klarnamen erkennen. Bei Webseiten gibt das Impressum mit einer verantwortlichen Person und Anschrift Aufschluss über die Seriosität.
Quellen vergleichen: Seriöse Informationen finden sich auf den offiziellen Seiten öffentlicher Institutionen (z. B. Auswärtiges Amt) oder in den Faktencheck-Abteilungen bekannter Medien.
Bilder prüfen: Mit einer Bilder-Rückwärtssuche in Suchmaschinen lässt sich feststellen, ob ein Foto manipuliert wurde oder ursprünglich aus einem ganz anderen zeitlichen oder örtlichen Kontext stammt.
Bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht erreicht Niedersachsen
In insgesamt 16 niedersächsischen Kommunen, darunter auch Osnabrück, demonstrieren heute Schülerinnen und Schüler gegen die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ lehnt das neue Wehrdienstmodell ab und fordert ein Ende aller Vorbereitungsmaßnahmen für Zwangsdienste.
Die Details im Überblick:
Streik in Osnabrück: Die Demonstration findet heute um 10:00 Uhr auf dem Theatervorplatz statt.
Forderungen: Die Initiatoren fordern den Stopp von Pflichtfragebögen und Musterungen für 18-jährige Männer sowie den Verzicht auf jegliche Form von Zwangsdiensten.
Gesetzliche Lage: Das neue Gesetz sieht eine Musterung für Männer ab dem Geburtsjahr 2008 vor; der Dienst soll zwar freiwillig sein, jedoch stellte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei mangelnden Freiwilligenzahlen eine Teil-Wehrpflicht in Aussicht.
Vergangene Beteiligung: Bereits im Dezember beteiligten sich niedersachsenweit rund 4.000 junge Menschen an ähnlichen Protesten, davon 1.200 in Göttingen und 2.000 in Hannover.
Kritik von Lehrkräften: Der Philologenverband Niedersachsen begrüßt zwar das politische Engagement, kritisiert jedoch den bewussten Unterrichtsausfall und plädiert für Demonstrationen nach Schulschluss.
